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Rückblick GGR |

Januar - Der Stadtberner Steuerzahler muss für den Bärenpark tief in die Tasche greifen: Gemäss der provisorischen Abrechnung der Berner Stadtbauten kostet der ursprünglich auf 9,7 Millionen veranschlagte Bärenpark 21,3 Millionen Franken.
- Lauberhornrennen mit neuem Zuschauerrekord: Einmal mehr wurde die Lauberhornabfahrt ihrem Ruf als Massenspektakel gerecht. Vor Ort waren über 60‘000 Zuschauer an den Weltcuprennen mit dabei.
Februar - Der grösste Missbrauchsfall im Kanton Bern wird publik: Sozialtherapeut H.S. (54) hat zugegeben, 122 meist schwer behinderte Schutzbefohlene in Heimen sexuell missbraucht zu haben.
- Berns letzter Glöckner wird entlassen: Als letzte in Bern wird die Glocke der Französischen Kirche motorisiert. Glöckner Thierry Ehrenberg hat die Kündigung erhalten - er prüft eine Unterschriftensammlung, um das Handgeläut zu retten.
- Ja zu Mühleberg 2: Das Berner Stimmvolk befürwortet in einer konsultativen Abstimmung den Bau eines neuen Atomkraftwerks in Mühleberg knapp (51,2 %).
März - Katastrophe von Fukushima: Ein Erdbeben der Stärke 9, der darauf folgende Tsunami sowie Nachbeben legten Teile Japans in Schutt und Asche. 15‘000 Menschen sterben. Das von Beben und Tsunami getroffene AKW Fukushima gerät ausser Kontrolle, es kommt zu Störfällen. In einer Sperrzone von 30 Kilometer um das Werk werden die Menschen evakuiert.
- Toni Brunner will 7‘000 Angestellte wegsparen: Der SVP-Präsident will der Bundesverwaltung eine drastische Abspeckkur verordnen. Bis ins Jahr 2016 soll der Personalbestand um 20 Prozent reduziert werden.
April - Ein tonnenschweres Stück der Decke des Erlebnisbads Bernaqua stürzt ein: Zwei Personen werden dabei verletzt. Seither ist das Bad im Freizeit- und Einkaufszentrum Westside geschlossen. Bereits hat sich ein finanzieller Schaden in der Höhe von 50 Mio. Franken angehäuft. Ein juristischer Hickhack verhindert derzeit die Reparatur.
- Hochzeit des Jahres: Die Nummer zwei der englischen Thronfolge, Prinz William, ehelicht Kate Middelton.
Mai - Osama Bin Laden ist tot: Nach fast zehnjähriger Jagd kann US-Präsident Barack Obama den Tod des meistgesuchten Terroristen der Welt vermelden: Der al-Qaida-Chef wurde in einer Kommandoaktion durch eine US-Spezialeinheit aufgespürt und getötet.
- Der Bundesrat wagt den „historischen“ Schritt: Umweltministerin Doris Leuthard gibt bekannt, dass es als Folge der Katastrophe von Fukushima in der Schweiz keine neuen Atomkraftwerke mehr geben soll. Das letzte Werk soll voraussichtlich 2034 vom Netz gehen.
Juni - BKW nimmt Mühleberg vorübergehend vom Netz: Wegen Sicherheitsmängeln schaltet die BKW das AKW Mühleberg für drei Monate ab. In dieser Zeit wird mit aufwendigen und teuren Nachrüstungen die Sicherheit verbessert.
Juli - Der erste autofreie Sonntag sorgt für Spass - und Kritik: Zum ersten Mal hat die Stadt Bern einen autofreien Sonntag organisiert. Gekommen sind laut offiziellen Angaben rund 25‘000 Personen - die Stadt wertet das als Erfolg.
- Doppelanschlag erschüttert Norwegen: Anders Behring Breivik zündet mitten in Oslo eine Bombe und verübt auf der Insel Utöya ein Massaker an Jugendlichen und Kindern. 74 Menschen sterben.
- Alpenglühn: Der Schweizerpsalm wird dieses Jahr 50, aber gratulieren mag nie-mand. Die Melodie ist akzeptiert, der Text jedoch berührt die meisten Schweizerinnen und Schweizer nur noch peinlich. Besserung ist derzeit keine in Sicht.
August - Der Eurokurs fällt auf einen Franken: Die Frankenstärke wird zum Problem für die Wirtschaft. Die Nationalbank interveniert mehrmals und definiert im September die Wechselkursuntergrenze bei 1.20 Franken.
- Ascom verschwindet aus Bern: Der Traditionskonzern will seine Sparte Security Communication verkaufen. Damit fällt das letzte Berner Standbein der Ascom weg - und es endet ein Kapitel Berner Industriegeschichte, das 1852 begonnen hatte.
- Motorfahrzeugsteuern: Regierung lässt Abstimmung wiederholen. Da in 30 Gemeinden über 18‘000 Stimmzettel fehlen, entfällt die gerichtlich verfügte Nachzählung.
September - Ursina und Berna bleiben in Bern: Der Umzug der ersten Jungtiere im Bärenpark nach Rumänien scheitert. Künftig wird im Bärenpark eine Bärenfamilie leben. Das Männchen Finn wird im Frühjahr 2012 sterilisiert. Anschliessend werden die vier Bären zusammengeführt.
- Endlich eine Bernerin: Die 20-jährige Handelsschülerin und amtierende Miss Bern Alina Buchschacher wird zur Miss Schweiz 2011 gewählt. Ein ganzes Jahr darf sie das Krönlein tragen.
Oktober - Politiker aus aller Welt lernen in Bern „Demokratie“: Bern ist für einmal ganz international. 1‘400 Parlamentarier aus 130 Ländern besuchen die 125. Konferenz der Interparlamentarischen Union in Bern.
- Ghadhafi ist tot: Mit dem libyschen Diktator fordern die Volksaufständischen in Nordafrika ihr prominentestes Opfer. Nach 42 Jahren Gewaltherrschaft stirbt Muammar al-Ghadhafi eines gewaltsamen Todes. Er wird auf der Flucht in seiner Heimatstadt Sirte getötet.
- Nationale Wahlen: Die BDP um Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und Präsident Hans Grunder sowie die Grünliberalen sind die Wahlsieger: Beide gewinnen je neun Sitze im Nationalrat und stärken die politische Mitte. Die SVP verliert acht Nationalratsmandate, bleibt aber klar stärkste Kraft. Je fünf Sitze büssen FDP und Grüne ein. SP und CVP kommen mit einem blauen Auge davon.
November - Giorgos Papandreou tritt zurück: Die Schuldenkrise fordert 2011 ein weiteres politisches Opfer: Nach den Rücktritten der Premiers von Portugal, Spanien und Slowenien gibt auch der griechische Ministerpräsident sein Amt ab.
- Silvio Berlusconi kündigt Rücktritt an: Dutzende Skandale und Gerichtsfälle konn-ten dem italienischen Langzeitpremier nichts anhaben - doch die Schuldenkrise brachte selbst ihn zu Fall.
- Ittigen wird das kantonale Steuerparadies: Die Gemeindeversammlung segnet das Budget 2012 mit dem sagenhaften Steueransatz von 0,84 Einheiten ab.
Dezember - Abtritt einer Fernsehlegende: Rund ein Jahr nach dem schrecklichen Unfall des Wettkandidaten Samuel Koch verabschiedet sich Thomas Gottschalk. Seine letzte Ausgabe von „Wetten, dass…?“ meistert der deutsche Moderator souverän - und ohne eine Träne zu verdrücken.
- Alain Berset wird Bundesrat: Wochenlang dominieren die Bundesratswahlen die politische Agenda - und dann ging die Sache rasch und schmerzlos über die Bühne: Die amtierenden Bundesräte wurden wiedergewählt, Alain Berset verteidigte den SP-Sitz. Das Nachsehen hatte die SVP.
- Lugano erhält wieder ein Tram: Die Agglomeration der Tessiner Metropole wächst und wächst. Nun soll die in den 50er-Jahren stillgelegte Strassenbahn reaktiviert werden. Das Herz der neuen Linie ist ein Tunnel unter dem Bahnhof durch.
- 2011 wurden so viele Schweizer Uhren hergestellt wie noch nie: Die Nachfrage aus Asien ist der grosse Treiber der Uhrenindustrie. Besonders teure Modelle sind gefragt.
Headlines aus: BERNER ZEITUNG, DER BUND und SONNTAGSBLICK und des Jahres 2011 |
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- Der SP-Mann mit der liberalen Gesinnung: Nach 13 Jahren im Parlament steht Norbert Riesen erstmals dem Rat vor. Es ist dies wohl der Abschluss einer langen Parlamentskarriere.
- „An den Wolken kratzen“ - Wird der Traum von Wolkenkratzern in der Region Bern in Ostermundigen verwirklicht? Auf dem Areal des Bären soll ein Hochhaus entstehen. Ende Januar wurde der Startschuss für eine Testplanung gegeben.
- Im April verwandelte sich Ostermundigen entlang der Bernstrasse in ein rotes Tulpenmeer. Initiantin der Aktion „Ostermundigen blüht“ war die SVP-Politikerin Lucia Müller.
- Ein Expertengutachten kam zum Schluss, dass die Umstellung der Buslinie 10 von Ostermundigen nach Köniz auf Trambetrieb strategisch sinnvoll sei.
- In der Schulanlage Dennigkofen ging die Einweihung des neuen Hallentrakts mit der Theaterproduktion „Gleis 11“ über die Bühne.
- Ebenfalls einweihen konnte die Feuerwehr Ostermundigen ihre neue, 32 Meter hohe Autodrehleiter
- Im Rahmen des Wirtschaftsapéros wurde das Ergebnis der Testplanung „Bären-Areal“ vorgestellt. Fazit: Der Standort sei ideal für den Bau eines grossen Hotels in Form eines Hochhauses.
- Im November erfolgte der Spatenstich für die Grossüberbauung Oberfeld. Geplant sind 500 Wohneinheiten für rund 1‘200 Personen.
- Einmal mehr musste das gemeindeeigene Restaurant Tell aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der Pächter seinen Betrieb schliessen.
Hier noch etwas Statistik: Der scheidende Ratspräsident konnte an sechs Sitzungen, während knapp 16 Stunden, 68 Traktanden beraten lassen. Der Ratssekretär durfte die stattliche Anzahl von 238 Seiten an Protokoll (Vorjahr 270) verfassen. Quelle: RATSPROTOKOLLE Nr. 1 - 6 des Jahres 2011, BANTIGER POST, BERNER ZEITUNG, DER BUND und BLICK AM ABEND
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