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Umwelt


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für Natur und Mensch

Durch die Vernetzung von ökologischen Ausgleichsflächen wird die regionaltypische Vielfalt von Pflanzen und Tieren gefördert. In Ostermundigen sollen so beispielsweise Feldhase, Iltis oder Zauneidechse wieder vermehrt vorkommen. Dazu wird in Ostermundigen wie in den übrigen Gemeinden des Worblentals ein Vernetzungskonzept gemäss Ökoqualitätsverordnung erarbeitet.



Wiese
Hecke


Bereits seit 1993 erhalten die Ostermundiger LandwirtInnen Direktzahlungen für ökologische Ausgleichsflächen wie beispielsweise wenig intensiv genutzte Wiesen, Ackerschonstreifen oder Hochstamm-Feldobstbäume. Seit dem Jahr 2001 zahlt die Gemeinde zusätzlich Beiträge an ausgewählte, ökologisch wertvolle Flächen. Die im Jahr 2001 vom Bund eingeführte Öko-Qualitätsverordnung (ÖQV) legt neu das Schwergewicht auf die Vernetzung der bestehenden ökologischen Ausgleichsflächen. Die Vernetzung wertet die Qualität der ökologischen Ausgleichsflächen weiter auf und vergrössert die zusammenhängenden Lebensräume für bedrohte Tier- und Pflanzenarten. In Ostermundigen wird zur Zeit ein auf der ÖQV basierendes Vernetzungskonzept erarbeitet. Unter der Federführung des Tiefbauamts Ostermundigen ist eine breit abgestützte Arbeitsgruppe an dessen Ausarbeitung beteiligt. Darin vertreten sind auch die LandwirtInnen, welche schliesslich für die Umsetzung der Massnahmen sorgen. Anlässlich der im Februar 2004 stattfindenden Mitwirkung ist auch die Öffentlichkeit eingeladen, sich an der Planung zu beteiligen. Im Mai 2004 wird das Vernetzungskonzept dem Kanton zur Genehmigung eingereicht.

Das Vernetzungskonzept Ostermundigen definiert die Tierarten, welche gefördert werden sollen. Darunter befinden sich beispielsweise Feldhase, Gartenrotschwanz oder Zauneidechse. Aus den Lebensraumansprüchen dieser Arten lassen sich auch die zu fördernden Typen von ökologischen Ausgleichsflächen ableiten. In Ostermundigen sind dies insbesondere extensive Wiesen, Hochstamm-Feldobstbäume, Einzelbäume / Alleen sowie Hecken-, Feld- und Ufergehölze.

Nicht nur die Natur profitiert vom Vernetzungskonzept. Auch die erholungssuchende Bevölkerung kann sich an einer abwechslungsreichen und vielfältigen Landschaft erfreuen.

Beitragszahlungen

Das Vernetzungskonzept ist Voraussetzung für die Auszahlung der Vernetzungsbeiträge gemäss ÖQV von Bund und Kanton. Über die Bundes- und Kantonsbeiträge hinaus sieht die Gemeinde Ostermundigen für spezielle Flächen weiterhin eine zusätzliche finanzielle Abgeltung vor. Bei der Erfüllung bestimmter ökologischer Kriterien (beispielsweise bestimmte Anzahl vorkommender Arten auf einer Fläche) haben die Landwirte zudem die Möglichkeit, sogenannte Qualitätsbeiträge beim Bund zu beantragen.

Weiterführender Link

ÖQV Verordnungstext

Bereits erschienene Texte der Kampagne "Mundiger Umwelt - Landschaft"

Landschaftsrichtplan Ostermundige