Rückblick GGR

Nachstehend ein kleiner, nicht ganz ernst gemeinter Rückblick auf die Ratstätigkeit seit Bestehen des Grossen Gemeinderates 1973.

 

2019 - über die Gemeindegrenze geschaut

Januar 

  • „Stadtrat verweigert Hess die Wahl“ - Überraschung im Berner Stadtparlament: Eine deutliche Mehrheit wählte statt des nominierten Erich Hess (SVP) dessen Parteikollegen Kurt Rüegsegger zum zweiten Vizepräsidenten.

Februar 

  • „Mein Znüni ist hart wie Eis“: Schüler klagen über Kälte - Sigriswil: Schüler und Eltern klagen über beschwerliche Zustände im Containerschulhaus Raft: In der Garderobe sei es so kalt, dass sogar ihr Proviant einfriere.

  • Ideen-Wettbewerb zur Rettung des Milizsystems „In den Gemeinderat statt ins Militär!“ - Das Problem ist klar: Die Milizpolitik steckt in der Krise. Doch was sind mögliche Lösungen? Ein Ideenwettbewerb liefert radikale Vorschläge.

  • „Die Bachelorette Gottes“ - Sekten: Uriella ist gestorben. Sie bleibt in Erinnerung als Frau, die sich für keinen Medienauftritt zu schade war. Und als Sektenführerin mit unzimperlichen Methoden.

März

  • „Bern möchte die langsamste Stadt der Schweiz sein“ - Nirgends gibt es mehr Tempo-20-Zonen als in Bern. Und es sollen in Zukunft noch deutlich mehr werden. Daran haben nicht alle Freude.

  • „62 Millionen für mehr Sicherheit“- Kanton Bern: Der Regierungsrat will in den nächsten zehn Jahren rund 360 zusätzliche Polizistinnen und Polizisten einstellen. Als Gründe nennt er etwa Gewalt im öffentlichen Raum und Cyberkriminalität.

April

  • „Das Herz von Paris brennt lichterloh“ - In der Kathedrale Notre-Dame ist gestern Abend ein Feuer ausgebrochen. Noch ist unklar, ob das Wahrzeichen gerettet werden kann.

  • „Warum es mit dem papierlosen Büro nicht klappt“ - Vision: Schon in den 70er-Jahren entstand die Idee, geschäftliche Dokumente nur noch elektronisch zu verwalten. Und obwohl sich so natürliche Ressourcen schützen und Kosten sparen liessen, hat sie sich nicht durchgesetzt. Schuld daran ist auch die Computerbranche.

Mai

  • Verteidigungsministerin Viola Amherd stellt ihre Armee-Pläne vor: „Bundesrat will sechs Milliarden für neue Kampfjets“.

  • „Märchenhaft bis ganz zuletzt“ - Young Boys: Zum Abschied trifft sogar Steve von Bergen. Das Tor des zurücktretenden Captains beim 4:0-Sieg gegen Luzern ist der emotionale Höhepunkt des grossen YB-Feierwochenendes mit Meisterumzug in Bern.

  • „Die Jahre des Thorbergs sind gezählt“ - Strafvollzug: Obwohl die Strafanstalt in einem schlechten Zustand ist, wird sie nicht saniert. Das hat der Regierungsrat entschieden. Ihr Ende scheint sicher.

Juni

  • „Formel E: Der Widerstand verunsichert die Veranstalter“ - Stadt Bern: Die Macher der Formel E sind erstaunt, dass sie sich vor Sabotageakten fürchten mussten. Die Regierung hingegen zieht insgesamt eine positive Bilanz.

  • „Keep cool!“ - Wetter: Hitzealarm! Warum eigentlich bringen uns ein paar Tage tropische Temperaturen derart aus dem Konzept?

Juli 

  • „Patrouille Suisse hat sich verflogen“ - Mümliswil SO: Die Fliegerstaffel hat das Ziel eines Überflugs um rund sechs Kilometer verfehlt. Eigentlich hätte die Fliegerstaffel Langenbruck BL überfliegen müssen, wo die Gedenkfeier zum hundertsten Todestag des Schweizer Flugpioniers Oskar Bider stattfand.

  • „Der grösste Teil der 1‘000er-Noten wird gehortet“ - Bis zu 85 Prozent des Werts aller Tausendernoten werden gebunkert. Das zeigt eine Studie der Schweizerischen Nationalbank.

  • „Kanton beschwört Gipfeli-Gate herauf“ - Gurten-Festival: Wenn sich die Festivalgänger auf den Heimweg machen, öffnet unten an der Talstation die Bäckerei Aegerter die Türen. Drei Jahre lang ging das gut so - doch diesmal verbietet der Kanton den Gipfeli-Verkauf ab 2 Uhr in der Früh.

  • „Vertreibung aus «Paradiesli» gestoppt“ - Marzili: Noch ist die Umfrage der Stadt Bern nicht zu Ende. Doch eine Gruppe im Berner Freibad hat bereits gesiegt: Das Frauenabteil wird nicht aufgehoben. Das sei gar nie geplant gewesen, betont der Gemeinderat.

August

  • „Hilfe zur Selbsthilfe für Postkunden“ - Service public: In den neu umgestalteten Filialen - etwa in der Berner Länggasse - werden Kunden dazu angehalten, Paketautomaten oder Online-Angebote zu nutzen. Droht das Ende des traditionellen Post-Schalters?
  • „Bald sind die Senioren in der Überzahl“ - Bevölkerung: Bereits in zehn Kantonen leben mehr über 65-Jährige als Kinder und Jugendliche. 2023 dürfte die Altersgruppe in der Schweiz erstmals grösser sein als jene der unter 20-Jährigen.

  • „Lyss ist wegen Chrigu Stucki aus dem Häuschen“ - Schwingerkönig: Es gab kein Durchkommen mehr: Der Empfang für Christian Stucki wurde zu einem grossen Sommervolksfest. Chrigu ist der erste Seeländer Schwingerkönig und das muss gefeiert werden.

  • „Post geht bis 2030 der Schnauf aus“ - Grundversorgung: Macht der gelbe Riese so weiter wie bisher, gerät er in einem Jahrzehnt in eine finanzielle Schieflage. Um neue Ertragsquellen zu finden, bleibt dem Staatbetrieb wenig Zeit.

September 

  • „Migros baut ab und um“ - Kanton Bern: Bis 2021 will die Migros Aare 300 Stellen streichen. 20 Mitarbeitende haben die Kündigung bereits erhalten.

Oktober 

  • „Tourist springt vom Berner Münster“ - Binnen Sekunden musste Jess T. (37) den Fallschirm öffnen, um sicher zu landen. Der Tourist aus Australien hatte den Fallschirm unter dem Pullover versteckt, sprang illegal vom Berner Münster und filmte sich dabei.

  • „Mit den Temperaturen steigen auch die Kosten“ - Klimawandel: Die Erderwärmung könnte um das Jahr 2050 bei Infrastruktur und Energiewirtschaft zusätzliche Kosten von bis zu einer Milliarde Franken im Jahr verursachen. Das zeigt eine neue Studie des Bundes. Doch wer soll das bezahlen?

  • „Grüne im Hoch, SP und SVP verlieren“ - Nationalrat: Die Berner Grünen verdoppeln ihre Vertretung im Nationalrat von zwei auf vier Sitze.

  • „Helvetia hat gerufen und gewonnen“ - Frauenwahl: In beiden Parlamentskammern legen die Frauen deutlich stärker zu als erwartet. Dennoch sind sie noch ein gutes Stück von ihrem Ziel entfernt: Sie wollen die Hälfte der Macht.

  • „Beim Pro standen nur Herz und Leidenschaft“ - Matthias Glarner: In den letzten Jahren hat Matthias Glarner (33) häufiger mit den Folgen seines Gondelsturzes als mit den Gegnern gekämpft. Deshalb beendet der Schwingerkönig von 2016 seine Karriere.

November 

  • „Flybair hat Million beisammen“ - Der Flugplatz Belpmoos steigt mit der virtuellen Airline Flybair selber ins Geschäft ein. Dank vieler kleiner Beiträge aus der Bevölkerung ist das Crowdfunding erfolgreich. 1 Million Franken kam innerhalb eines Monats zusammen.

Dezember 

  • „Lieber ein Freibad als ein Bärengehege?“ - Neue Bärengehege: Will die bernische Bevölkerung wirklich noch mehr Bären? Das geplante Bärengehege im Gantrischgebiet stösst auf mehr Gegenwind als gedacht.

  • „Fan-Wunsch geht in Erfüllung“ - Die Heimstätte von YB heisst ab Sommer 2020 wieder Stadion Wankdorf. Den Weg zum Namenswechsel ebnet eine neue Partnerschaft.

  • „Drei, zwei, eins: Berns Suche nach einer «Zwillingserde» geht los“ - Raumforschung: Der Start des „Schweizer Satelliten“ Cheops in Südafrika ist im zweiten Anlauf geglückt. Die Mission der Uni Bern wurde mit Spannung verfolgt - und hat angehende Raumforscher inspiriert.

  • „Der finale Knopfdruck“ - AKW-Abschaltung: Ein Reaktoroperateur drückt die zwei Knöpfe, mit denen die Kettenreaktion im Atomkraftwerk Mühleberg gestoppt wird.

Headlines aus: BERNER ZEITUNG, DER BUND und 20 MINUTEN.CH des Jahres 2019

2019 - Innerhalb der Gemeindegrenzen

  • „Protest bleibt ohne Wirkung“ - Der Gemeinderat will sich gegen den Verlust des BLS-Reisezentrums am Bahnhof Ostermundigen wehren. Er fordert die BLS auf, auf ihren Entscheid zurückzukommen und auf die Schliessung zu verzichten.

  • „Bauabteilung erhält zwei lang ersehnte Stellen“ - Man kann tatsächlich sparen. Oder man kann auf dem Papier sparen. Letzteres taten die Ostermundiger Politiker, als sie vorletztes wie auch letztes Jahr eine Bauverwaltungsstelle aus dem Budget strichen. Auf dem Papier sparten sie damit 150‘000 Franken pro Jahr. Dafür musste die Gemeinde für die Bauverwaltung letztes Jahr über 2‘000 Arbeitsstunden extern einkaufen. Kostenpunkt: 250‘000 Franken.

  • „Mit Humor gegen Parksünder“ - Wer sein Auto im Oberfeldquartier falsch parkiert, wird von den Behörden mit humorvollen Sprüchen zurechtgewiesen.

  • „Ostermundigen für Pariser Abkommen“- Klimapolitik: Mit fünf Jahren Verspätung hat auch Ostermundigen einen Energierichtplan.

  • „Ostermundiger Party sorgt für Unmut in Köniz“ - Lärm: Ein Technofest ist viel zu laut. Die Polizei rückt aus und stellt fest: Die Verantwortlichen machen alles richtig. Sommerliebe - so heisst die Party im Freien.

  • „Tohuwabohu im Berner Stadtparlament“ - Stadt Bern: An der Sitzung des Stadtrates vom Donnerstagabend in Ostermundigen mussten Stimmenzähler die Abstimmungen auszählen. Das sorgte für umstrittene Resultate sowie Wiederholungen von Abstimmungen und führte zu einem Sitzungsabbruch. Ratspräsident Philip Kohli steht in der Kritik.

  • „Trotz Protest im Quartier: Das Lindendorf wird aufgestockt“ - Das Volk hat entschieden. Die Wohnhäuser im Lindendorf 2 sollen saniert werden. Doch die Bewohner geben ihren Kampf noch nicht auf.

  • „Es droht eine Steuererhöhung“ - Der Gemeinderat liefert neue Zahlen. Die Zahlen, welche der Finanzvorsteher Ende Oktober dem Parlament vorstellte, sind auf äusserst wenig Gegenliebe gestossen. Der Finanzplan sah vor, bis ins Jahr 2024 einen Schuldenberg von fast 13 Millionen Franken aufzutürmen.

  • Hier noch etwas Statistik: Die scheidende Ratspräsidentin konnte an sechs Sitzungen, während über 15 Stunden, 84 Traktanden beraten lassen. Der Ratssekretär verfasste insgesamt 280 Seiten an Protokoll (Vorjahr 345). 

Quelle: BANTIGER POST, BERNER ZEITUNG, DER BUND und RATSPROTOKOLLE des Jahres 2019