Rückblick GGR

Nachstehend ein kleiner, nicht ganz ernst gemeinter Rückblick auf die Ratstätigkeit seit Bestehen des Grossen Gemeinderates 1973.

 

2018 - über die Gemeindegrenze geschaut

Januar 

  • „Burglind ist weg, Lage bleibt ernst“- Der Wintersturm sorgte für Chaos in der Schweiz. Dass sich das Ausmass der Schäden im Rahmen hielt, hängt auch mit der Optimierung der Warnsysteme zusammen. 
  • „Zurück auf dem Thron“ - Alle schauten auf ihn - und er zeigte es allen. Beat Feuz wurde seiner Favoritenrolle in Wengen gerecht, gewann die Lauberhornabfahrt nach 2012 zum zweiten Mal.
  • „Abtreten“ - Die Schweizer Armee zieht sich zurück: Sie wird halbiert, gibt Standorte auf, und junge Männer wechseln in Scharen in den Zivildienst. Der Kampf um den Rückhalt in der Bevölkerung wird zum Ernstfall.

Februar 

  • „Kanton Bern braucht mehr Gefängniszellen“ - In den letzten fünf Jahren waren die Berner Regionalgefängnisse stets überbelegt. Laut dem Amt für Justizvollzug führt im Kanton Bern kein Weg an zusätzlichen Haftplätzen vorbei.

März

  • „Tram lässt Egger strahlen“ - Während der Kantonsbeitrag an die neue Tramlinie von Bern nach Ostermundigen nur recht knapp gutgeheissen wurde, hatte die Lehrplaninitiative keine Chance und wurde mit einer Dreiviertelmehrheit abgelehnt.
  • „Postauto macht 69 Millionen Verlust“ - Der Skandal um erschlichene Subventionen schmälert das Jahresergebnis von Postauto und Post. Um eine unabhängige Untersuchung zu gewährleisten, setzt der Postpräsident auf externe Experten.
  • „Bürgerliche mit klarer Ansage“ - Der Berner Regierungsrat bleibt bürgerlich. Die SP konnte mit ihrem Sprengkandidaten im Jura die SVP nicht düpieren. Neben vier Bisherigen schafften drei Neue die Wahl.

April

  • „Niemand ist für die Pleite der Swissair verantwortlich“ - Die Ex-Airline-Chefs bleiben strafffrei und erhalten 4,5 Millionen Franken Entschädigung.
  • „Bahn frei für mehr Schwimmfläche“ - Der Berner Gemeinderat treibt nicht nur den Bau einer neuen Schwimmhalle im Neufeld voran. Bis 2025 will er auch die bestehenden Frei- und Hallenbäder umfassend sanieren.
  • „Gemeinde setzt Kopfgeld aus“- Die Gemeinde Brienz geht neue Wege bei der Bekämpfung und Aufklärung von Sachbeschädigungen. Wer mithilft, Sprayer zu erwischen, erhält 1‘000 Franken. Die Kantonspolizei kritisiert das Vorgehen.

Mai

  • „Berns grösster Fan“ - Alle glaubten ihn zu kennen. Aber der langjährige Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät war anders als das Bild, das sich die Öffentlichkeit von ihm gemacht hatte. Die am Samstag von der Stadt verkündete Nachricht vom Tod des langjährigen Stadtpräsidenten hat in Bern grosse Betroffenheit ausgelöst.
  • „Dem Dienstbüchlein droht das Aus“ - Die Digitalisierung macht auch vor dem Dienstbüchlein der Schweizer Armee nicht halt: Es dürfte papierlos werden.

Juni

  •  „Ein YB-Meistertram kurvt für drei Monate durch Bern“ - Ein Tram in Gelbschwarz rollt seit Montag durch Bern - es ist das YB-Meistertram.

Juli 

  • „Die WM und die Tanten-Frage“ - Fussball: Frankreich schlägt Kroatien mit 4:2 und ist Weltmeister. Das Turnier in Russland ist sportlich einiges schuldig geblieben - aber der Erfolg des Grossanlasses misst sich an anderem.
  • „Ihre militärische Zusammenarbeit funktioniert <besser als die Politik>“ - Annäherung: Donald Trump und Wladimir Putin sprechen beim ersten Gipfel zwei Stunden miteinander. Beide wollen bei Rüstungskontrolle und Cybersicherheit zusammenarbeiten.
  • „Renten werden nicht mehr zum Leben reichen“ - Vorsorge: Wenn nichts passiere, werden der Schweizer Mittelstand abhängig von Ergänzungsleistungen, warnt ein renommierter Versicherungsrechtler.

August

  • „Vergebliches Warten auf etwas Regen“ - Trockenheit: Manche Flussbette wie die Emme bei Aefligen führen kaum noch Wasser, und die Bauern fürchten sich vor Missernten. Aber Regen bleibt Wunschdenken - die Dürre hat die Schweiz fest im Griff. Und es kann noch ungemütlicher werden.
  • „Der König ist nicht mehr“ - Rudolf Hunsperger ist am Samstag im Alter von 72 Jahren gestorben. Der gebürtige Habstetter bleibt als einer der besten Schwinger aller Zeiten in Erinnerung.

September 

  • „Postauto muss 205 Millionen zurückzahlen“ - Der Postauto-Skandal ist seit gestern zumindest finanziell erledigt: Postauto wird Bund, Kantonen und Gemeinden insgesamt 205,3 Millionen Franken zurückzahlen. Der Kanton Bern erhält 10 Millionen Franken.

Oktober 

  •  „Stösst das Jungfraujoch an seine Grenzen?“ - Massentourismus: Das Jungfraujoch mischt im globalen Masstourismus mit. Das ist gewollt und hat viel mit geschicktem Marketing zu tun. Es gibt aber auch kritische Stimmen.
  • „Monument des Sieges oder Grössenwahns?“ - 76,5 Millionen Quadratmeter, auf dieser Fläche hat die Stadt Bern eineinhalbmal Platz. Und so gross ist der neue Flughafen von Istanbul. Er steht für das Selbstverständnis der heutigen Türkei und die persönlichen politischen Ambitionen ihres Präsidenten.
  • „Sitzungen beginnen jetzt mit 20 Minuten Stillschweigen“ - Eine Methode von Amazon-Chef Jeff Bezos zieht in Sitzungszimmer weltweit ein: Meetings beginnen neuerdings mit langem Schweigen.

November 

  • „Sauna sorgt beim Lorrainebad für Flitzer“ - Am Samstag startet der Saunabetrieb im Lorrainebad. Damit erwacht ein Bad aus dem Winterschlaf.
  • „Abstimmung annulliert - Moutiers Stapi wehrt sich“ - Doch kein Kantonswechsel für Moutier: Die Abstimmung von 2017 wurde von der Statthalterin annulliert. Die Wogen gehen hoch.

Dezember 

  • „Acht Spuren am Grauholz“ - Für den Ausbau der Grauholz-Autobahn hat der Bundesrat 474 Millionen Franken reserviert.
  • „Frauenpower im Doppelpack“ - Die neu gewählten Bundesrätinnen Karin Keller-Sutter (FDP) und Viola Amherd (CVP) verändern die Geschlechterdebatte und wohl auch die Europapolitik der Schweiz.

Headlines aus: BERNER ZEITUNG, DER BUND und 20 MINUTEN.CH des Jahres 2018

2018 - Innerhalb der Gemeindegrenzen

  • „Ich kenne mich mit Diskriminierung aus“ - Der Ostermundiger Thulani Thomann ist der erste schwarze Parlamentspräsident im Kanton. Der Sozialdemokrat mit simbabwischen Wurzeln sagt: „Wir haben kein Ausländerproblem“.
  • „Ostermundigen bleibt vorerst ledig“ - 1919 hat Bümpliz aus Geldnot mit der Stadt Bern fusioniert. Seht das Ostermundigen bald bevor? Berns Stadtpräsident Alec von Graffenried sieht Parallelen, in Ostermundigen ist man zurückhaltend. (4.1.18)
  • „GGR-Entscheid und seine Folgen“ - Zu Beginn des neuen Jahres steht Ostermundigen noch ohne gültiges Budget da. Mit spürbaren Auswirkungen. (11.1.18)
  •  „Politikum Weihnachtsschmuck“ - Parlamentarier Rolf Rickenbach sammelt Geld, damit die Gemeinde wieder eine Weihnachtsbeleuchtung erhält. Die SP findet das „scheinheilig“. Denn die Lichter fielen dem Sparauftrag zum Opfer, den auch Rickenbach unterstützte. (15.2.18)
  • „Der Lötschenbach bleibt im Boden“ - Das Volk hat die Offenlegung des Lötschenbachs denkbar knapp abgelehnt. Grund zum Jubeln gebe es aber keinen, sagen die Sieger. Denn früher oder später wird das Thema wieder auf das Tapet kommen. (5.3.18)
  • „Der Osterhase brachte die Weihnachtsbeleuchtung“ - In Ostermundigen spendet die Wohnbaugenossenschaft Hättenberg die Weihnachtsbeleuchtung. Eine private Sammelaktion führte nicht zum erhofften Erfolg. (7.4.18)
  • „Kann die Christophorus Schule Bern doch bleiben?“ Gut möglich, dass die Christophorus Schule Bern doch nicht aus dem Rothaus-Schulhaus ausziehen muss. Der Gemeinderat will seine Schulraumplanung nochmals überprüfen - weil neue Aspekte aufgetaucht seien. (4.5.18)
  • „Pensionskassen-Debakel wird genauer untersucht“ - Ein Gutachten soll zeigen, ob jemand für das Millionenloch in der Pensionskasse BIO haftbar gemacht werden kann. (29.6.18)
  • „Ostermundigen will fusionieren“ - Die Agglomerationsgemeinde macht ein Schritt Richtung Bern. (24.8.18)
  • „Sparen bleibt angesagt“ - Der Wechsel der Pensionskasse kostet die Gemeinde mindestens 6 Millionen Franken weniger als befürchtet. Trotzdem bleibt die finanzielle Lage angespannt. (11.10.18)
  • „Mit einem blauen Auge davongekommen“ - Die Agglomerationsgemeinde ist finanziell angeschlagen, Sparpotenzial ist laut externen Fachleuten kaum mehr vorhanden. Trotzdem debattierte das Parlament gestern stundenlang übers Sparen, sagte am Schluss aber doch Ja zum Budget 2019. (2.11.18)
  • „In sechs Jahren hat Bern einen Stadtteil Ostermundigen“ - 2024 könnten die ersten gemeinsamen Wahlen von Bern und Ostermundigen stattfinden. Vorerst soll eine Studie die Vor- und Nachteile der Fusion aufzeigen. (14.12.18)
  • „Sogar die Knöpfe am Rednerpult bereiten Freude“ - Ein Vorbote zur Fusion? Nein. Trotzdem hat Ostermundigens Parlament gestern schon mal im Berner Rathaus getagt. (14.12.18)
  • Hier noch etwas Statistik: Der scheidende Ratspräsident konnte an sechs Sitzungen, während über 23 Stunden, 103 Traktanden beraten lassen. Der Ratssekretär verfasste insgesamt 345 Seiten an Protokoll (Vorjahr 293).

Quelle: BANTIGER POST, BERNER ZEITUNG, DER BUND und RATSPROTOKOLLE des Jahres 2018