Rückblick GGR Archiv 2010 - 2017

Nachstehend ein kleiner, nicht ganz ernst gemeinter Rückblick auf die Ratstätigkeit seit Bestehen des Grossen Gemeinderates 1973.

2017 - über die Gemeindegrenze geschaut

Januar 

  • Strassburger Gerichtshof gibt der Schweiz Recht“ - Obligatorischer Schwimmunterricht verletzt die Religionsfreiheit nicht. Der Europäische Gerichtshof gibt der Schweiz Recht.

  • „Auf Alex folgt Alec“ - Seit diesem Jahr hat Bern erstmals einen grünen Stadtpräsidenten. GFL-Kandidat Alec von Graffenried gewann im zweiten Wahlgang gegen Ursula Wyss (SP) deutlich. Mit vier von fünf Regierungssitzen ist Rot-Grün-Mitte stärker denn je.

 Februar 

  • „Bürger glauben Elite der Wirtschaft nicht mehr“ - Was für eine Ohrfeige für Bundesrat, Wirtschaftsverbände und die Mehrheit der Parteien: Mit fast 60 Prozent schmetterten die Stimmbürger die Unternehmenssteuerreform III ab.

  • „Feuz triumphiert am Super-Sonntag“ - Die Schweizer Fans drückten Beat Feuz in der Abfahrt die Daumen. Und er enttäuschte sie nicht: Der Emmentaler gewann an der Heim-WM in St. Moriz Gold.

  • „Merfen wird eine Berner Marke“ - Galenica übernimmt das Desinfektionsmittel Merfen und will die Salbe Vita-Merfen wieder auf den Markt bringen.

 März

  • Der Stapi wird ermahnt, der Sicherheitsdirektor muss schweigen“ - Sonderdebatte im Berner Stadtrat zu den Ausschreitungen rund um die Reitschule. Beschlüsse, um das Dilemma anzugehen, waren keine eingeplant - es ging viel mehr um Showtime. Und das Publikum kam auf seine Kosten. Das Ende der Debatte endete mit einem Eklat: Weil der Stadtpräsident zu ausführlich redete, blieb für den Sicherheitsdirektor keine Redezeit mehr übrig.

  • „Der gelbe Riese schliesst Poststellen auf Vorrat“ - Das Resultat ist solide. Aber trotz des Gewinns von 558 Millionen Franken im letzten Jahr will die Postführung den angekündigten Abbau bei den Poststellen durchziehen.

  • „Lottogewinne sollen von den Steuern befreit werden“ - Wer im Lotto gewinnt, soll diesen Gewinn künftig nicht mehr versteuern müssen, so wie es heute bei Casinogewinnen der Fall ist.

 April

  • „Die Sache mit dem Bindestrich“ - Warum Seftigen-Strasse? Und nicht Seftigenstrasse? Die Frage stellen sich in Wabern etliche. Selbst die Könizer Verwaltung gesteht ein, dass die Schreibweise mit Bindestrich den schweizerischen Gepflogenheiten eigentlich zuwiderläuft. Umso mehr hat sie Tradition.

  • „Die Fans des FC Breitenrain erhalten Megafon-Verbot“ - Niederlage für den FC Breitenrain: Der Kanton entschied, dass Pauken und Megafone auf dem Sportplatz künftig verboten sind.

  Mai

  • „Bundesbetriebe: 34 Chefbeamte verdienen mehr als ein Bundesrat“- Die Chefs von Swisscom, SBB, Post und Ruag verdienten letztes Jahr zusammen fast 4,8 Millionen Franken. Das sind 775‘000 Franken mehr als fünf Jahre zuvor - trotz Minusteuerung.

  • „C’est fini: Aus für Frühfranzösisch“ - Der Französischunterricht in der Thurgauer Primarschule wird voraussichtlich abgeschafft. Der Grosse Rat hat eine Gesetzesänderung beraten, mit welcher der Unterricht auf die Sekundarstufe verschoben werden soll.

  • „Graf Yoster ist tot“ - Lukas Ammann ist gestorben. Der Basler Schauspieler war für die breiten Massen als Graf Yoster bekannt. Er wurde 104 Jahre alt.

  • „Drohnen der Post fliegen Berner Spitäler an“ - Im Juli startet ein weiterer Test der Post-Drohnen: Das Inselspital soll mit Landspitälern über die Luft verbunden werden.

Juni

  • „Moutier sagt Adieu“ - Das bernjurassische Städtchen Moutier hat äusserst knapp entschieden, dem Kanton Jura beizutreten. Noch ist der Entscheid nicht rechtskräftig. 12 Abstimmungsbeschwerden sind eingegangen. 3 wurden abgewiesen, 9 sind derzeit noch bei der Berner Justiz hängig.

  • „Die Politik im Haus Gottes“ - Weil das Rathaus umgebaut wird, tagt der Berner Stadtrat im Berner Münster und muss für einmal ohne WLAN auskommen.

Juli 

  • „Das Horn tönt nur noch bei Gefahr“ - Die Kursschiffe auf dem Zürichsee kündigen ihre An- und Abfahrt an einer Ländte nicht mehr mit einem kurzen Hornen an: Die Schifffahrtsgesellschaft auf dem Zürichsee muss nach einer Lärmklage eines Seeanwohners auf die über 50-jährige Tradition verzichten.

  • „Federer ist 380 Millionen Dollar wert“ - Der Wimbledon-Sieg hat dem Profisportler noch einmal deutlich Schub in Sachen Markenwert verliehen. Davon profitiert auch die Schweiz.

  • „Tschüss Polo“ - 2017 verlor die Schweiz einen Pionier in Sachen Mundartrock: Polo Hofer erlag seinem Krebsleiden. Mit Hits wie «Kiosk» und «Alperose» bleibt der Berner Oberländer im musikalischen Gedächtnis. Seine markigen Sprüche werden fehlen.

August

  • „Die Schweizer Gletscher sind nicht mehr zu retten“ - Bis ins Jahr 2100 werden 80 bis 90 Prozent der Eismassen weggeschmolzen sein.

  • „Ein altes Haus soll trendig werden“ - Das ehemalige Swisscom-Hochhaus an der Berner Ostermundigenstrasse steht seit Jahren beinahe leer. Das soll sich nun ändern. Es gibt Pläne für eine künstlerische Zwischennutzung. So könnten sich später auch endlich Mieter finden.

September 

  • „Dürfen «Mohrenköpfe» nicht mehr so heissen?“ - «Mohrenköpfe» sollen umbenannt werden. Das fordert ein «Komitee gegen rassistische Süssigkeiten». Für Hersteller Dubler kommt eine Umbenennung nicht infrage.

  • „Trump droht Kim mit Vernichtung“ - In seiner mit Spannung erwarteten ersten Rede vor der UNO hat Donald Trump Nordkorea gedroht, den Iran als einen Schurkenstaat genannt und Venezuela kritisiert. Lob gab’s nur für die eigene Maxime «Amerika zuerst» - und für den Patriotismus.

  • „Berner Bauern müssen Bschütti importieren“ - Das Berner Vieh produziert zu wenig Mist: Damit die Böden genug Nährstoffe erhalten, müssen die Bauern auf Jauche aus anderen Kantonen zurückgreifen.

Oktober 

  • „Angst und Schrecken im Spielerparadies“ - Bei einem beispiellosen Angriff auf ein Countryfestival hat ein 64-Jähriger in Las Vegas 58 Menschen erschossen und 515 verletzt. Das Tatmotiv liegt nach wie vor im Dunkeln.

  • „Ein schöneres Grab für Riese Botti“ - Grauholz: Wegen des Autobahnausbaus muss Bottisgrab verlegt werden. Eine Gruppe setzt sich dafür ein, dass die historische Stätte künftig weniger kümmerlich daherkommt. Denn heute wissen nur Insider, wo der Riese Botti begraben ist.

  • „65‘000 Wohnungen stehen leer - aber der Bauboom hält an“ - Die Leerstände in der Schweiz erreichen einen neuen Spitzenwert.

November 

  • „Bald kein «Äuä» mehr im bernischen Grossen Rat?“ - Ab heute gilts ernst: Um schneller Protokollieren zu können, werden die Mitglieder des bernischen Grossen Rats gebeten, testweise Hochdeutsch zu sprechen.

  • „Nur jeder 10. fühlt sich in seiner Gemeinde daheim“ - Die Zahl jener, die sich ihrer Gemeinde zugehörig fühlen, hat sich seit 2004 halbiert. Besonders bei unter 30-Jährigen erodiert die Verbundenheit.

Dezember 

  • „Parlamentarierinnen klagen über Sexismus im Bundeshaus“ - Politikerinnen von links bis rechts geben an, persönlich sexuelle Übergriffe erlebt zu haben.

Headlines aus: BERNER ZEITUNG, DER BUND und 20 MINUTEN.CH des Jahres 2017

2017 - innerhalb der Gemeindegrenze 

      • „Schreiner Schneiter ist höchster Ostermundiger“ - Roger Schneiter (SVP), der Vater von zwei fast erwachsenen Kindern, will im Präsidialjahr die Sachpolitik fördern.

      • „Säg Grüessech“ - Der Gemeindepräsident, Thomas Iten, startet mit der Aktion zu mehr Respekt und Höflichkeit ins neue Jahr. Begründung: Das zwischenmenschliche Klima ist in den vergangenen Jahren zusehends rauer geworden.

      • „Klares Ja zu acht neuen Kindergärten“ - Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben Mitte Februar den Rahmenkredit von 11,7 Millionen Franken für den Bau von acht Kindergärten mit elf Klassen klar angenommen.

      • „Ostermundigen hat uns in einen Teufelskreis manövriert“ - Das Parlament akzeptiert den «Knebelvertrag» nicht. Der Bau des neuen Musikzentrums in Bolligen wird sich deshalb deutlich verzögern - oder ist sogar grundsätzlich in Gefahr.

      • „Mit dem Velo hin, mit dem Bus zurück“ - Das Berner Veloverleihsystem wächst und wächst. Nach Köniz will sich auch Ostermundigen anschliessen. Ittigen, Muri und Bolligen schauen vorerst zu, was in Bern passiert, sind aber ebenfalls interessiert.

      • „Wenn die Wasserträger klingeln“ - Die Lernenden der Gemeinde brachten am 21. Juni älteren Menschen wegen der Hitze Wasser nach Hause. Über 800 Menschen wollen die Jugendlichen mit ihrer Aktion dafür sensibilisieren, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

      • „Ein Ja mit Misstönen zur neuen Musikschule“ - Bolligen kann mit dem Neubau für die Musikschule Unteres Worblental beginnen. Ostermundigen hat als letzte Stiftergemeinde dem Leistungsvertrag zugestimmt.

      • „Klares Verdikt“ - Das Stimmvolk sagt Ja zum 2,7-Millionen-Kredit für neue Wasser- und Abwasserleitungen im Gümligental. Nebst den neuen Leitungen sind auch neue Verkehrsberuhigungsmassnahmen vorgesehen.

      • „Josis Ritterschlag“ - Eishockey: Der neue Captain der Nashville Predators heisst Roman Josi. Der Ostermundiger spricht von einer «Riesenehre». Auch dank der Ernennung zum Captain Nashvilles gehört der 27-Jährige nun definitiv zur Elite der NHL-Verteidiger.

      • „Die Ostermundiger Pensionskasse ist Geschichte“ - Die Gemeinde Ostermundigen wird ihre Angestellten künftig bei der Personalvorsorgekasse der Stadt Bern versichern. Die allgemeine Erleichterung ist gross.

      • „Schule klagt gegen Gemeinde“ - Weil sie es nicht mehr benötigte, hat die Gemeinde das Rothusschulhaus der Christophorus-Schule vermietet. Nun möchte sie es wieder selber nutzen - doch die Schule möchte nicht ausziehen. Im November trafen sich die zwei Parteien vor Gericht.

      • „Ostermundigen sucht seine Identität“ - Alte Häuser weichen neuen Überbauungen: Die Gemeinde wird sich in nächster Zeit ziemlich verändern. In welche Richtung es gehen könnte, zeigt die O’mundo-Ausstellung.

      • „Ostermundiger Parlament weist Budget und Finanzplan zurück“ - Der Gemeinderat muss über die Bücher und ein Budget mit kleinerem Defizit ausarbeiten.

      Hier noch etwas Statistik: Der scheidende Ratspräsident konnte an sechs Sitzungen, während knapp 18 Stunden, 74 Traktanden beraten lassen. Der Ratssekretär verfasste insgesamt 293 Seiten an Protokoll (Vorjahr 242).

       

                                  Quelle: BANTIGER POST, BERNER ZEITUNG, DER BUND und RATSPROTOKOLLE des Jahres 2017

                                  2016 - über die Gemeindegrenze geschaut

                                  Januar 

                                  • Polo nochmals ganz oben“- Im Zürcher Hallenstadion wurde Polo Hofer bei den Swiss Awards zum 14. und letzten „Schweizer des Jahres“ gewählt.
                                  •  „Der Stadl schliesst das Ladl“ - Nach zwei Sendungen ist Schluss: „Musikantenstadl“ mit Francine Jordi und Alexander Mazza wird abgesetzt. Geplant sind lediglich noch zwei Silvestershows.
                                  •  „Das Schloss von Madame de Meuron wird verkauft“ - Wer will das Erbe der Schlossherrinnen Madame de Meuron und Sibylle von Stockar antreten? Die Eigentümer suchen einen Käufer für das Schloss Rümligen.

                                   Februar 

                                  •  "Neun statt sieben Bundesräte?“ - Der Bundesrat soll auf neun Mitglieder erweitert werden. So will es die Staatspolitische Kommission des Nationalrates. Sie hat die für die Veränderung des Gremiums nötige Verfassungsänderung gutgeheissen.

                                  • „EU will Schweizern das Sturmgewehr verbieten“ - Als Reaktion auf die Terroranschläge von Paris plant die EU-Kommission, das Waffenrecht zu verschärfen. Als Schengen-Staat wäre davon auch die Schweiz betroffen. Der Schiesssportverband kündigt Widerstand an.
                                  • „Nein zur Durchsetzungsinitiative, Ja zur zweiten Gotthardröhre“ - Mit 59,8 Prozent lehnen die Schweizer Stimmbürger die Durchsetzungsinitiative der SVP klar ab. Die vorausgegangene Debatte war so emotional wie noch selten. Gleichzeitig spricht sich das Volk für eine zweite Strassentunnelröhre am Gotthard aus. 
                                  • "Gemeinden werden nicht abgeschafft“ - Keine Strukturreform in Schaffhausen: Damit bleibt es vorerst bei 26 Gemeinden und einer Kantonsverwaltung.

                                   März

                                  • „Trauer und Verzweiflung nach dem Terror in Brüssel“ - Bombenanschläge erschütterten die belgische Hauptstadt Brüssel. Attentäter des Islamistischen Staats hatten sich im Flughafen Zaventem und in der Metrostation Maelbeek in die Luft gesprengt und über 30 Personen in den Tod gerissen.

                                  • "Der Kanton will die Verkehrsprobleme im Emmental und im Oberaargau mit neuen Umfahrungsstrassen lösen“ - Die Kosten von 550 Millionen Franken sollen unter anderem mit den nicht benötigten Trammillionen finanziert werden.

                                  April

                                  • „Die Hand reichen ist Usus, dazu braucht es kein Gutachten“ - Allmählich wird die Diskussion um die Integration von muslimischen Schülern bizarr: Am Sonntag wurde bekannt, dass im basel-landschaftlichen Therwil zwei Oberstufenschüler einer Lehrerin aus religiösen Gründen die Hand nicht reichen wollen. Die Schulbehörde toleriert das und der Kanton arbeitet ein Gutachten dazu aus. Das ist schwach.

                                  • „Schrittweise zu Rentenalter 67“ - Die bürgerliche Mehrheit der Nationalratskommission will das Rentenalter vom AHV-Vermögen abhängig machen. Ab 2030 dürfte so das Pensionsalter steigen.

                                   Mai

                                  • „Schweizer Männer leben länger“ Schweizer Männer haben die längste Lebenserwartung weltweit. Bei den Frauen sind es die Japanerinnen, die am längsten leben. Weltweit hat die mittlere Lebenserwartung allein zwischen 2000 und 2015 um fünf Jahre zugenommen.

                                  Juni

                                  • Gemeinderäte treten in Pedale“ - Im Juni zeigen sich die Berner Magistraten sportlich: der fünfköpfige Gemeinderat strampelt sich im Rahmen der Aktion „Bike to work“ von Pro Velo Schweiz mit dem Velo zur Arbeit.
                                  • „Europa bestaunt den Gotthard“ - Die Schweiz feiert mit dem Basistunnel ihr Jahrhundertbauwerk - und erhält viel Anerkennung. Deutschland und Italien versprechen, den Bau der Anschlussstrecken voranzutreiben.

                                  • „Brexit“ - Die europäische Integration ist nicht irreversibel: 52 Prozent der Britinnen und Briten stimmen für den Austritt aus der Europäischen Union,

                                  Juli 

                                  • „Die populärsten Nationalräte“ - Der Freisinnige Christian Wasserfallen hat am meisten Stimmen von parteifremden Wählern erhalten. Das zeigen die Zahlen für den Panaschierstimmentausch unter den Parteien, die nun auch für den Kanton Bern vorliegen.
                                  • „Bern im Tour-Fieber“ - Die Ankunft des Tour-de-France-Trosses sorgte in Stadt und Region Bern für ein Volksfest. Der erhoffte Sieg des Lokalmatadors Fabian Cancellara blieb allerdings aus.
                                  • „Die Solar Impuls 2 stellt Rekord auf“ - Erstmals ist ein Flugzeug ohne Treibstoff und mit Solarenergie um die Erde geflogen. Mit der erfolgreichen Erdumrundung wurde ein Traum des Schweizer Abenteuerpiloten Bertrand Piccard und seines Compagnons André Borschberg endgültig war: der Traum vom Fliegen ohne Sprit. 

                                  August

                                  • „Vielleicht sollte Europa den Euro aufgeben, um Europa zu retten“ - Joseph Stiglitz über die Eurokrise, die Gefahren des Durchwurstelns und wie er die Währung retten würde. „… Der Euro allein ist weder nötig, noch genügend, um eine starke wirtschaftliche und politische Gemeinschaft zu erreichen.“
                                  • „Matthias Glarner wird Schwingerkönig“- Beim „Eidgenössischen“ in Estavayer bröckelt die Berner Bastion: Die beiden „Könige“ Kilian Wenger und Matthias Sempach fallen ebenso aus der Entscheidung wie Christian Stucki. Schliesslich sorgt der 31 Jahre alte Matthias Glarner doch noch dafür, dass sich zum dritten Mal in Folge ein Berner auf den Thron des Schwingerkönigs setzen darf. Glarner düpiert im Schlussgang mit einer taktischen Meisterleistung Jungspund Armon Orlik. 

                                  September 

                                  • „Umfahrung Worb eröffnet“ - Viereinhalb Jahre Bauzeit, 1,4 Kilometer lang, zwei Tunnel, vier Kreisel. Das sind die Eckdaten der Umfahrungsstrasse Worb.
                                  • „Keine Fahrten mit Mini-Postauto ohne Chauffeur“ - Der Versuch mit den ersten selbst fahrenden Mini-Postautos in Sitten ist wegen eines Zusammenstosses mit einem Lieferwagen vorübergehend unterbrochen. 

                                  Oktober 

                                  • Schweiz exportiert gleich viele „Zigis“ wie Käse“ - Die Exportstatistik bringt es an den Tag: Die Schweiz ist nicht nur das Land von Schoggi und Käse, sondern auch der „Zigis“. 2015 lagen die Ausfuhren von Tabakwaren wieder auf fast demselben Niveau wie die Käseexporte.
                                  • „Aline Trede wirft Alexander Tschäppät einen sexistisch motivierten Übergriff vor“ - Auch Berner Politikerinnen berichten von Sexismus im Alltag. Die ehemalige grüne Nationalrätin Aline Trede nennt erstmals Namen. 

                                  November 

                                  • „Donald Trump wird US-Präsident“ - Gegen die demokratische Herausforderin Hillary Clinton führt Trump einen harten Wahlkampf.
                                  • „Fidel Castro stirbt“ - Während fast 50 Jahren regierte der Maximo Lider in Havanna. Der Tod von Fidel Castro ist eine Zäsur, nicht nur für Kuba.
                                  • „Ein schwieriger Sieg für Rot-Grün“ - Mit vier von fünf Sitzen in Berns Stadtregierung hat das linke Bündnis ungesund viel Macht. Alec von Graffenried wird zeigen müssen, ob er der Mann des Ausgleichs sein kann. 

                                  Dezember 

                                  • „Der letzte Stapi geht“ - Ob Wyss oder von Graffenried: Mit dem Rücktritt von Alexander Tschäppät geht in Bern - ja, in der Schweiz - eine Ära zu Ende. Die neue Generation von Stadtpräsidenten zählt mehr Manager als Charismatiker.
                                  • Beständiges Hochdruckwetter führt in der Schweiz verbreitet zum trockensten Dezember seit Messbeginn 1864. Die Folge: Kein Schnee dafür Waldbrände. 

                                  Headlines aus: BERNER ZEITUNG, DER BUND und 20 MINUTEN.CH des Jahres 2016

                                  2016 - innerhalb der Gemeindegrenze 

                                  • „Nummer eins ist die Familie“ - GLP-Politiker und vierfacher Familienvater Cédric Luyet gibt ein Interview im Hinblick auf sein Jahr als „höchster“ Ostermundiger. „Mein Ziel ist es, für einen geordneten Ablauf der Sitzungen zu sorgen und an möglichst vielen öffentlichen Anlässen teilzunehmen. Und Politik mache ich aus Freude.“
                                  • „Sinnvoll, aber…“ - Das Parlament ist einverstanden: Die Gemeinde darf ihre Kriegskasse (Spezialkasse Mehrwertabschöpfung) aufheben und die Laufende Rechnung um rund 20 Millionen Franken aufbessern.
                                  • „Kein Vertrauen - und kein Konsens“ - Die Debatte zur Sanierung der Pensionskasse verkam im Ostermundiger Parlament regelrecht zum Zirkus. Der Ratssekretär musste 11 „Abstimmungen unter Namensaufruf“ vornehmen. Der definitive Entscheid fiel erst gegen Mitternacht - nach Redaktionsschluss.
                                  • „Die Läden im Dorf machen dicht“ - Weniger Geschäfte, weniger Gewerbemix: In der Region Bern spitzt sich das Lädelisterben zu. Parteien rufen die Politik zur Hilfe. Doch den Behörden sind meistens die Hände gebunden. Entscheiden tun die Konsumenten.
                                  • „Mehr als 11 Millionen für die Kindergärten“ - Die Gemeinde muss in den nächsten Jahren mehr als ein Dutzend Kindergärten erneuern. Nun ist klar, wie viel das kostet. Am 12. Februar 2017 kommt der Kredit noch vors Stimmvolk.
                                  • „Steuererhöhung ist vorerst vom Tisch“ - Das Gemeindebudget sieht abermals ein Defizit vor. Eine Steuererhöhung will das Parlament trotzdem nicht. Noch nicht.
                                  • „Damhirsche als Nachbarn“ - Die Schafe oberhalb der Überbauung Oberfeld machen Probleme, nun sollen Damhirsche her.
                                  • „Nein zu den Pensionskassen-Millionen: «Jetzt haben wir den Scherbenhausen»“ - Riesenenttäuschung beim Gemeinderat: Das Volk sagt mit fast 59 Prozent Nein zur Sanierung der Pensionskasse BIO. 31,6 Millionen hätte sie gekostet. Ob es nun günstiger wird, ist allerdings ungewiss.
                                  • „Dorf oder Stadt? Vorort oder Quartier?“ - Keine Grünflächen einzonen, dafür entlang der Hauptachsen in die Höhe bauen: Die Gemeinde nimmt die Ortsplanungsrevision in Angriff.
                                  • „Kein Wildwuchs von Handyantennen“ - Künftig legt das Baureglement fest, wo neue Handyantennen gebaut werden dürfen. Das Parlament hat die Teilrevision gutgeheissen. Noch ist aber eine Einsprache dreier Mobilfunkanbieter hängig.
                                  • Die letzte GGR-Sitzung der Legislaturperiode 2013 bis 2016 findet „auswärts“ statt. Erstmals darf der Ratspräsident das Parlament in der neuen Aula der Schulanlage Dennigkofen begrüssen.

                                  Hier noch etwas Statistik: Der scheidende Ratspräsident konnte an fünf Sitzungen, während knapp 16 Stunden, 71 Traktanden beraten lassen. Der Ratssekretär verfasste insgesamt 242 Seiten an Protokoll (Vorjahr 262).

                                  Quelle: BANTIGER POST, BERNER ZEITUNG, DER BUND und RATSPROTOKOLLE des Jahres 2016

                                  2015 - über die Gemeindegrenze geschaut

                                  Januar

                                  •  „Frachtschiffe voller Menschen treiben im Mittelmeer“ - Die italienische Küstenwache hat ein weiteres Schiff mit Hunderten Flüchtlingen unter Kontrolle gebracht. Bei den Migranten handelt es sich um Syrer.
                                  • „Ein Jahr im Zeichen des Terrors“ - „Je suis Charlie“ wird nach dem islamistischen Anschlag auf die Pariser Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ zur weltweiten Solidaritätsformel für die Opfer, zum Mantra gegen Terror und für Meinungsäusserungsfreiheit.
                                  • „Probleme bei Marzilibahn wecken Erinnerungen an Bärenpark-Debakel“ - Trotz des heiklen Untergrunds wurde am Hang unter der Bundesterrasse auf Sondierbohrungen verzichtet. Die Ingenieure sahen dazu keine Veranlassung. Dabei gab es schon vor Jahrzehnten Probleme.

                                  Februar

                                  •  „Vollmers geschockt über tiefe Miete“ - Günstig wohnen in städtischen Herrschaftshäusern: Berner Politprominenz wie das Ehepaar Vollmer zahlen Mietzinse, die weit unter dem Marktwert liegen. Nun gerät die Liegenschaftsverwaltung unter Beschuss.
                                  • „Mit Solarenergie um den Globus“ - 16 Jahre nach seinem Nonstop-Ballonflug um die Welt startet Bertrand Piccard zu seiner nächsten Pioniertat. Mit dem Ingenieur André Borschberg will er mit dem Solarmotorsegler Solar Impulse 2 die Erde umrunden.

                                  März

                                  •  „Grossfusion Landshut“ - Zum wiederholten Mal zeigte sich an der Urne, dass Gemeindefusionen im Emmental einen schweren Stand haben. Das Stimmvolk der vier Gemeinden Bätterkinden, Utzenstorf, Wiler und Zielebach stimmten grossmehrheitlich gegen den Zusammenschluss zur Gemeinde Landshut.
                                  • „Ohrfeige für die GLP: Ist die Energiewende tot?“ - 92 Prozent sagten Nein: Aus der Sicht bürgerlicher Politiker hat sich das Stimmvolk gestern nicht nur gegen eine Energiesteuer ausgesprochen, sondern auch gegen die Energiewende. Die Bürger seien nicht bereit, die Energiestrategie 2050 mit ihren „drakonischen Abgaben“ mitzutragen, sagen FDP und SVP.
                                  • „Zieglerspital soll neuen Wohnungen weichen“ - Das Spital schliesst im Herbst. Dies ist ein weiterer Schritt zum Zusammenschluss von Inselspital und Spital Netz Bern.

                                  April

                                  •  „Die Marzilibahn kehrt auf die Schienen zurück“ - Das traditionelle rote Bähnli erstrahlt in neuem Glanz und hat den Weg auf die Schienen zurückgefunden. Am 1. Mai wird die Bahn wieder in Betrieb genommen.
                                  • „Erste Schritte in der Fremde“ - Finn, Björk und Ursina sind wohlbehalten in ihrem Feriendomizil im Waadtländer Jura angekommen. Im Juraparc in Vallorbe leben die drei Berner Bären bis Ende September, weil der Bärenpark zur Grossbaustelle wird. Dort muss die Mauer saniert werden und der Schräglift für Behinderte wird endlich eingebaut.

                                   Mai

                                  • „Bern ist ÖV-freundlich“ - In der Agglomeration Bern benutzen 49 Prozent der Pendler öffentliche Verkehrsmittel - das ist schweizweit ein Spitzenwert. Allerdings gibt es nur 1,36 ÖV-Haltestellen pro Quadratkilometer. Das wiederum ist einer der schlechtesten Werte unter den Agglomerationen der grossen Städte. Biel zum Beispiel hat 2,71.
                                  • „Kritik an Bundesgerichtsurteil zu schwulen Vätern“ - Das Kind einer Leihmutter kann in der Schweiz nur einen rechtlichen Vater haben.
                                  • „Blatter-Wahl und grosses Fifa-Theater“ - Die Fifa hat - hausgemacht - einen Ruf wie ein Schurkenstaat. Die Entscheidungswege sind obskur und die über Jahrzehnte gewachsenen Funktionärs-Netzwerke undurchschaubar. 

                                  Juni

                                  •  „Stan Wawrinka triumphiert in Paris“ - Im richtigen Moment liefert Stan Wawrinka das Spiel seines Lebens ab. Im Final des French Open dominiert der Waadtländer den sonst so unwiderstehlichen Serben Novak Djokovic.
                                  • „94 Millionen für den Breitenrain“ - 63 Prozent der Berner Stimmberechtigten sagten Ja zum Projekt „Dr nöi Breitsch“. Für 94 Millionen Franken soll das Quartier umgestaltet und die Infrastruktur saniert werden.
                                  • „Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (FDP) benötigt mehr Plätze für Asylbewerber“ - Weil er die Gemeinden nicht zur Schaffung von Notunterkünften zwingen kann, bittet er Wohlen, Täuffelen, Oberhofen, Neuenegg und Aarberg um Mithilfe. Diese lehnen es ab, ihre Zivilschutzanlagen mit insgesamt 500 Plätzen zu öffnen. 

                                  Juli

                                  • „Frauen statt Würstchen wollen in den Nationalrat“ - Der Frauenanteil im Bundeshaus stagniert. Drei Berner Politikerinnen wollen das ändern - mit einer brisanten Aktion. „Würstchen gehören auf den Grill, starke Frauen in den Nationalrat“ lautet der Slogan. Das Sujet macht in den Social Media die Runde.
                                  • „Neuer Hitzerekord in Bern: 36,8 Grad Celsius“ - Der bisherige Rekord (2003) lag bei 36,7 Grad. Tausende kühlten sich in diesem Hitzesommer in der Aare ab, die am 5. Juli den Jahresrekord von 23,1 Grad erreichte.
                                  • „Kirschstängeli ist nicht Coupe“ und „Baileys: Die Behörden erklären das Alkoholverbot“ - Die Autobahnraststätte Grauholz musste alkoholhaltige Desserts von der Speisekarte streichen, weil ein Gast beim Kanton reklamiert hat. Kirschstängeli dagegen dürfen in den Regalen bleiben. 

                                  August

                                  • 1.-August-Feuerwerk von Bern wird wegen Trockenheit mit Verspätung (am 2. August) gezündet.
                                  • „10 Franken für Halbtax-Besitzer“ - Erfolg für den Preisüberwacher: SBB müssen Kunden zusätzlich entschädigen. Wer Besitzer eines Halbtax-Abos ist, erhält von den SBB dieses und nächstes Jahr einen Gutschein von 10 Franken. Grund: Wegen zu hoher Preise.

                                  September

                                  • „VW ist in eine Abgasaffäre verwickelt“ - Die US-Umweltbehörde EPA teilt mit, VW habe bei Fahrzeugen eine Software eingesetzt, um Testmessungen des Schadstoffausstosses künstlich zu drücken. Dieser Vorfall stürzt den weltweit zweitgrössten Autohersteller aus Deutschland in eine tiefe Krise. Der Aktienkurs bricht ein und der Konzernchef muss den Hut nehmen.
                                  • „Fifa-Skandal erreicht Sepp Blatter“ - Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen einer undurchsichtigen 2-Millionen-Zahlung an Uefa-Chef Michel Platini gegen den Fifa-Präsidenten. Auch intern werden Deals der Verbandsspitze untersucht.
                                  • „Ab ins neue Bären-Spa“ - Die Sommerferien im Jura sind passé: Finn, Björk und Ursina kehren in den Bärenpark zurück. Die Berner Wappentiere fühlten sich bei ihrer ersten Erkundungstour am ergrünten Aarehang pudelwohl.

                                  Oktober

                                  • „Rechtsrutsch? Ja, Rechtsrutsch“ - Die SVP hat neu mehr Nationalratssitze als SP und Grüne zusammen - mit der FDP hat sie fast die Mehrheit.
                                  • „Ein Schweinekopf für den CEO“ - In Grindelwald tobt ein Streit um ein Jahrhundertprojekt. Vor einem Jahr hat die Bergschaft Wärgistal der Überfahrtsrecht für eine neue Bahn verweigert. Seither ist das Dorf gespalten. Wärgistal stimmt im zweiten Anlauf der V-Bahn zu.

                                  November

                                  • „Schwarzer Freitag in Paris“ - Die Terroranschläge von Paris stellen eine gezielte Attacke auf Konsum, Vergnügen und Sport dar. Bei einer Serie von Anschlägen töten Kommandos der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in der französischen Hauptstadt 130 Menschen. Präsident François Hollande verhängt den Ausnahmezustand über Frankreich.
                                  • Ueli Steck „rennt“ in neuer Rekordzeit (2:22 Stunden) die Eigernordwand hoch.

                                  Dezember

                                  •  „Euro-Kurs für Schweizer wichtiger als Terror“ - Gemessen an der Anzahl getippter Google-Anfragen war 2015 der Euro-Franken-Kurs das wichtigste Thema für die Schweizer. Dahinter folgen „Charlie Hebdo“, die Sonnenfinsternis und das iPhone 6s. Bei den Skandalen dominierte Caitlyn Jenner vor Sepp Blatter, und bei den Promis wurde am häufigsten nach Stan Wawrinka gesucht. Roger Federer fehlt in den Top 10.
                                  • „Sepp Blatter - der Richard Nixon des Fussballs: Wer sagt ihm, dass das Spiel aus ist?“ - Es tut weh zu sehen, wie einer der einst mächtigsten Schweizer Sportfunktionäre immer mehr zu einer tragischen Figur wird. Schlimmer noch: zu einer lächerlichen, traurigen Gestalt. 

                                  Headlines aus: BERNER ZEITUNG, DER BUND, 20 MINUTEN.CH, K-TIPP, WATSON des Jahres 2015

                                  2015 - innerhalb der Gemeindegrenze

                                  •  „Ich will nicht stehen bleiben“ - Das Parlament wählte Renate Bolliger als Präsidentin. Ein Jahr lang amtet die EVP-Politikerin nun als „höchste“ Ostermundigerin. Im Interview der Bantiger Post antwortet Sie auf die Frage: „In welcher Hinsicht möchten Sie als Präsidentin positive Spuren hinterlassen?“ wie folgt: „Indem ich Akzente, mir aber in keiner Weise ein Denkmal setze. So will ich versuchen, ein möglichst angenehmes Parlamentsklima zu schaffen. Schliesslich sollen sich die Ratsmitglieder wohl fühlen. Ausserdem bemühe ich mich, nicht alles tierisch ernst zu nehmen.
                                  • Vorzeige Agglo: „Ostermundigen ist schneller als SRF“ - Fernsehen und Radio senden anfangs April eine ganze Woche aus der typischen Schweizer Agglomerationsgemeinde Ostermundigen. Doch der Vorort schreibt die Geschichten immer noch schneller. Gleichentags werden die Behörden bei einem typischen Agglomerationsproblem aktiv. Sie haben bei der Liegenschaft an der Bernstrasse 140 aufgeräumt. „TeleBärn“ sprach vom „Schandfleck der Gemeinde“ wo sich ums Haus Abfall türmte und dazu der Brandschutz nicht eingehalten wurde.
                                  • „Zierde für die Baracke? Oder eine Protestaktion?“ - Vor dem „Alpenrösli“, der provisorischen Ostermundiger Gemeindeverwaltung, steht sei einigen Wochen eine Eisenskulptur. Wer die rostige Libelle erschaffen und hingestellt hat, ist ein Rätsel. Der Spekulation sind keine Grenzen gesetzt. Ist das Ding womöglich eine politische Abrechnung? „In dem Fall hätte man doch eher einen Haufen Mist auf den Parkplatz gekippt“, antwortet der Gemeindepräsident schmunzelnd.
                                  • „Nein zu Tram Region Bern: Es gibt keinen Plan B“ - Aus für das Tram Region Bern: Köniz und Ostermundigen haben das 500-Millionen-Projekt mit 61,4 bzw. 54,4 Prozent Nein-Stimmen vom Tisch gefegt. Ja sagten nur die Stadtberner - mit satten 61,28 Prozent.
                                  • „Michelle Hunziker: Eine der Reichsten“ - Die Entertainerin und ehemalige Ostermundigerin Michelle Hunziker war schon vorher ziemlich vermögend. Doch dank der Heirat mit dem Modehaus-Miterben Tomas Trussardi zählt sie nun zu den reichsten Schweizern.
                                  •  „Eine Gemeinde in der Sackgasse“ - Ostermundigen hat Probleme: eine marode Hauptverkehrsader, die dringend saniert werden muss, regelmässig Stau im Zentrum, einen nicht funktionierenden Bahnhof, eine veraltete Gemeindeverwaltung, eine unterdeckte Pensionskasse, stagnierende Steuereinnahmen und - als wäre das nicht genug - bald kein Geld mehr. Kurz: Ostermundigen steckt in der Sackgasse. Damit die Gemeinde Ostermundigen einen Weg aus ihrer ungemütlichen Situation findet, braucht es mehr gegenseitiges Vertrauen.

                                  Hier noch etwas Statistik: Die scheidende Ratspräsidentin konnte an sechs Sitzungen, während über 16 Stunden, 90 Traktanden beraten lassen. Der Ratssekretär verfasste 263 Seiten an Protokoll (Vorjahr 265).

                                  Quelle: Bantiger Post, Blick, Berner Zeitung, Der Bund, 20.Minuten.ch und Ratsprotokolle Nr. 1 - 6 des Jahres 2015

                                  2014 - über die Gemeindegrenze geschaut

                                  Januar

                                  • „Egger und Simon mögen sich nicht“ - Sitzungsgeld: Die Frauen im Berner Regierungsrat sind kein Dreamteam. Für einmal hat nun aber Beatrice Simon den Takt vorgegeben.
                                    „Regierungsräte ohne Bodenhaftung“ - Die Affäre um hohe Zusatzverdienste entlarvt das schockierende Selbstverständnis vieler Exekutivpolitiker. Wie kommen Regierungsräte auf die Idee, Nebeneinkünfte von mehreren Zehntausend Franken in die eigene Tasche zu stecken? Für Sitzungen, wo sie von Amtes wegen hingehören? Für Arbeit, die ihr Job ist?
                                  • „Ein Bubentraum ist wahr geworden“ - Vor wenigen Jahren war der Name Patrick Küng nur Insidern ein Begriff. Mit seinem Sieg am Lauberhorn hat sich der Glarner nun zum temporär umjubeltsten Schweizer Sportler gemacht.

                                   

                                  Februar

                                  • „Ein politischer Knall - doch die Schweiz geht jetzt nicht unter“ - Das Ja zur SVP-Initiative „Gegen Masseneinwanderung“ hat europaweit Sprengkraft. Der bilaterale Weg ist beschädigt, lässt sich aber reparieren.
                                  • „Kritik an Live-Übertragung der Grossratsdebatten“ - Ab Juni können die Berner die Debatten im Grossen Rat im Internet live mithören. Dies stösst nicht nur auf Begeisterung. Eine Bildübertragung gibt es aber aus Spargründen nicht.


                                  März

                                  • „Sogar Millionäre profitieren von städtischen Mietrabatten“ - Versagt hat die Verwaltung, nicht das System: Hunderte Berner lassen sich ihre Miete durch die Stadtkasse subventionieren, obwohl sie keinen Anspruch auf Zuschüsse haben. Die erstmalige Kontrolle der städtischen Mietverhältnisse hat ein erschreckendes Ausmass von Missbrauch zutage gefördert. Es ist ein finanzieller, aber auch ein sozialpolitischer Skandal.
                                  • „Bern wählt den Stillstand“ - Bernerinnen und Berner scheinen darob nicht gross beunruhigt zu sein. Enttäuschende 31,1 Prozent machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Ein Armutszeugnis. Die BDP musste bittere Verluste hinnehmen. Sie verlor 11 Sitze, eine ganze Reihe einflussreicher Grossräte wurde abgewählt. Grosse Sieger sind die Grünliberale und die SVP.


                                  April

                                  • „Dem Paternoster droht das Aus“- Der Berner Paternoster stammt aus dem Jahr 1974. Weil die Vaucher-Filiale in Bern schliesst, ist die Zukunft des Paternosterlifts ungewiss. Der neue Mieter wird entscheiden können.
                                  • „Zweiter Bärchen-Tod erhitzt Gemüter“ - Wut, Unverständnis, Boykott-Aufrufe: Bevölkerung und Tierschützer sind nach dem Tod des zweiten Berner Bärenbabys entsetzt. Der Tierpark Dählhölzli hat Bär „4“ eingeschläfert, nachdem Vater Misha ihn mehrfach attackiert hat. In der Woche zuvor hatte er schon Bärchen „3“ getötet.
                                  • „Sieht so ein Volksfest aus?“ - Bei den Fanmärschen vor dem Cupfinal kam es zu Zwischenfällen. Vor dem Stade de Suisse musste die Polizei Wasserwerfer und Gummischrot einsetzen. Der FC Zürich setzte sich gegen den FC Basel mit 2:0 durch.


                                  Mai

                                  • „Cervelat wird teurer“ - Detailhandel: Schweinefleisch soll 15 Prozent teurer werden, fordert der Fleischfachverband.
                                  • „Zwei Knacknüsse für den Bundesrat“ - Der Bundesrat fährt gleich zwei Niederlagen ein - mit gravierenden Folgen: Die Zukunft der Luftwaffe ist nach dem Nein zum Gripen ungewiss und die Umsetzung der Pädophileninitiative dürfte höchst problematisch werden.
                                  • „Gripen-Nein schadet Industrie - Meiringen fürchtet um Flugplatz“ - Gegengeschäfte in Millionenhöhe verfallen - Zukunft des Standorts Meiringen ist ungewiss.


                                  Juni

                                  • „Stapi Tschäppäts Witze sind nicht strafbar“ - Alexander Tschäppäts Italienerwitze im Comedy-Club „Das Zelt“ im vergangenen Dezember führten zu Strafanzeigen wegen Rassendiskriminierung, Ehrverletzung und Verletzung der Amtsgeheimmisses. Doch die regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland wollte auf diese nicht eintreten.


                                  Juli 

                                  • „Hitzfeld geht mit Niederlage“ - In Sao Paulo endet eine grosse Trainerkarriere. Ottmar Hitzfeld verliert mit dem Schweizer Nationalteam im WM-Achtelfinal nach grossem Kampf mit 0:1 nach Verlängerung gegen Argentinien.
                                  • „Flugzeugtragödie im Kriegsgebiet“ - Bei einem Abschuss eines Flugzeuges sterben 295 Menschen in der Ukraine. Eine Passagiermaschine der Malaysian Airlines ist in der Ostukraine abgestürzt. Alles deutet darauf hin, dass das Flugzeug abgeschossen wurde. Aber von wem? Die Ukraine und die Separatisten machen sich gegenseitig verantwortlich.
                                  • „Milliardär fordert die 3-Tage-Woche“ - Drei lange Arbeitstage, vier Tage Wochenende: So stellt sich Carlos Slim, mexikanischer Milliardär und einer der reichsten Menschen der Welt, die Arbeitswoche der Zukunft vor.
                                  • „Jahrhundertregen flutet Emmental“ - Gewaltige Wassermassen verwüsten die Emmentaler Dörfer Schangnau, Wasen und Eggiwil und verursachen Schäden in Millionenhöhe. Die Flut von Schangnau geht als Ereignis in die Geschichtsbücher ein, wie es gemäss Statistik nur alle 300 Jahre vorkommt. Zivilschutz, Feuerwehr, Militär und Freiwillige stehen den Betroffenen zur Seite.

                                   

                                  September

                                  • „Berner sollen zusammenrücken“ - Die Berner Regierung will den Kanton auf Wachstumskurs trimmen - zumindest planerisch: Bis in 25 Jahren soll die Bevölkerung um rund 100'000 Menschen auf 1,1 Millionen ansteigen. Beim Platz müssen sie sich aber einschränken. Die neuen Vorgaben sehen vor, dass der Landverbrauch auf ein Drittel der letzten Jahre reduziert wird. Dies bedingt dichtere Wohnformen.
                                  • „Amtspflichten vernachlässigt“ - Während mehr als zehn Jahren sind die vergünstigten Mieten in der Stadt Bern nie überprüft worden. Nun zeigt der Untersuchungsbericht: Die Liegenschaftsverwaltung und einzelne Gemeinderäte handelten fahrlässig (siehe auch Berichterstattung im März).
                                  • „Die Feuerwehr richtet sich neu ein“ - Die Berufsfeuerwehr der Stadt Bern zieht vom Breitenrain an den Stadtrand. Um 09.57 Uhr übernahm Oberst Franz Bachmann, Feuerwehrkommandant der Stadt Bern, einen symbolischen Schlüssel von Stadtpräsident Alexander Tschäppät für den neuen Stützpunkt Forsthaus West.


                                    Oktober

                                    • „Weil wir immer älter werden, brauchts von fast allem mehr“ - In 20 Jahren wird im Bernbiet beinahe jede und jeder Dritte über 65-jährig sein. Es kommt also viel Arbeit auf die Gemeinde zu. Heute ist Bolligen der älteste Ort in der Agglo.
                                    • „Sommaruga will gleiche Löhne durchsetzen“ - Der Bundesrat möchte die Lohndiskriminierung der Frauen mit vorgeschriebenen Kontrollen bekämpfen und setzt sich der Kritik aus, eine Lohnpolizei einführen zu wollen.
                                    • „Kanton Bern gewährt neu 10 Tage Vaterschaftsurlaub“ - 2015 darf das Kantonspersonal einiges erwarten: Der Vaterschaftsurlaub wird von zwei auf zehn Tage verlängert, das untere Kader erhält neu Nacht- und Wochenendzulagen, und die Lohnerhöhungen erreichen 1,5 bis 2 Prozent.


                                    November

                                    • „Die Handschrift soll modernisiert werden“ - Schülerinnen und Schüler in der Deutschschweiz sollen künftig statt der alten Schnürlischrift die sogenannte Basisschrift lernen.
                                    • „Philae auf Tschury, Freude in Bern“ - Die erste Landung eines Roboters auf einem Kometen ist in Bern von einer grossen Fangemeinde verfolgt worden. Am 12. November um 17.00 Uhr traf das Signal aus rund 500 Millionen Kilometern Entfernung ein. Der Landeroboter Philae hat die Oberfläche des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko erreicht.
                                    • „Ein Schweizer Triumph für die Ewigkeit“ - Die Schweiz wird als 14. Nation in die Siegerliste des prestigeträchtigen Teamwettbewerbs, der seit 1900 durchgeführt wird, eingetragen. Der Berner Severin Lüthi fungiert als Captain, Roger Federer und Stan Wawrinka holen in Lille beim 3:1-Finalerfolg gegen Frankreich die Punkte - vor einer Rekordzuschauerzahl!


                                    Dezember

                                    • „Ziegler könnte 2015 schliessen“ - Das Zieglerspital in Bern wird nicht bis zur Eröffnung des geplanten Stadtspitals am Standort Tiefenau weiterbetrieben. Möglicherweise wird es schon im Verlauf des nächsten Jahres geschlossen.
                                    • „Energiedebatte“ - Der Nationalrat berät die Energiestrategie 2050 - und verbietet den Bau von neuen AKW. Auch legt er fest, dass die AKW Mühleberg und Beznau eine maximale Laufzeit von 60 Jahren haben dürfen. Die Mühleberg-Betreiberin BKW will den Meiler bereits 2019 abschalten.
                                    • „Ein Gentleman verlässt die Bühne“ - Udo Jürgens stirbt 80-Jährig während eines Spaziergangs am Bodensee. Trotz seines hohen Alters kommt der Tod überraschend und erwischt den Musiker „mitten im Leben“, wie auch seine aktuelle Tournee hiess.

                                    Headlines aus: Berner Zeitung, Der Bund und 20 Minuten.ch des Jahres 2014

                                    2014 - innerhalb der Gemeindegrenze

                                    •  „Ich will nicht stehen bleiben“ - Das Parlament wählte Renate Bolliger als Präsidentin. Ein Jahr lang amtet die EVP-Politikerin nun als „höchste“ Ostermundigerin. Im Interview der Bantiger Post antwortet Sie auf die Frage: „In welcher Hinsicht möchten Sie als Präsidentin positive Spuren hinterlassen?“ wie folgt: „Indem ich Akzente, mir aber in keiner Weise ein Denkmal setze. So will ich versuchen, ein möglichst angenehmes Parlamentsklima zu schaffen. Schliesslich sollen sich die Ratsmitglieder wohl fühlen. Ausserdem bemühe ich mich, nicht alles tierisch ernst zu nehmen.
                                    • Vorzeige Agglo: „Ostermundigen ist schneller als SRF“ - Fernsehen und Radio senden anfangs April eine ganze Woche aus der typischen Schweizer Agglomerationsgemeinde Ostermundigen. Doch der Vorort schreibt die Geschichten immer noch schneller. Gleichentags werden die Behörden bei einem typischen Agglomerationsproblem aktiv. Sie haben bei der Liegenschaft an der Bernstrasse 140 aufgeräumt. „TeleBärn“ sprach vom „Schandfleck der Gemeinde“ wo sich ums Haus Abfall türmte und dazu der Brandschutz nicht eingehalten wurde.
                                    • „Zierde für die Baracke? Oder eine Protestaktion?“ - Vor dem „Alpenrösli“, der provisorischen Ostermundiger Gemeindeverwaltung, steht sei einigen Wochen eine Eisenskulptur. Wer die rostige Libelle erschaffen und hingestellt hat, ist ein Rätsel. Der Spekulation sind keine Grenzen gesetzt. Ist das Ding womöglich eine politische Abrechnung? „In dem Fall hätte man doch eher einen Haufen Mist auf den Parkplatz gekippt“, antwortet der Gemeindepräsident schmunzelnd.
                                    • „Nein zu Tram Region Bern: Es gibt keinen Plan B“ - Aus für das Tram Region Bern: Köniz und Ostermundigen haben das 500-Millionen-Projekt mit 61,4 bzw. 54,4 Prozent Nein-Stimmen vom Tisch gefegt. Ja sagten nur die Stadtberner - mit satten 61,28 Prozent.
                                    • „Michelle Hunziker: Eine der Reichsten“ - Die Entertainerin und ehemalige Ostermundigerin Michelle Hunziker war schon vorher ziemlich vermögend. Doch dank der Heirat mit dem Modehaus-Miterben Tomas Trussardi zählt sie nun zu den reichsten Schweizern.
                                    •  „Eine Gemeinde in der Sackgasse“ - Ostermundigen hat Probleme: eine marode Hauptverkehrsader, die dringend saniert werden muss, regelmässig Stau im Zentrum, einen nicht funktionierenden Bahnhof, eine veraltete Gemeindeverwaltung, eine unterdeckte Pensionskasse, stagnierende Steuereinnahmen und - als wäre das nicht genug - bald kein Geld mehr. Kurz: Ostermundigen steckt in der Sackgasse. Damit die Gemeinde Ostermundigen einen Weg aus ihrer ungemütlichen Situation findet, braucht es mehr gegenseitiges Vertrauen.

                                    Hier noch etwas Statistik: Die scheidende Ratspräsidentin konnte an sechs Sitzungen, während über 16 Stunden, 90 Traktanden beraten lassen. Der Ratssekretär durfte 261 Seiten an Protokoll (Vorjahr 160) verfassen.

                                    Quelle: Bantiger Post, Blick, Berner Zeitung, Der Bund, 20.Minuten.ch und Ratsprotokolle Nr. 1 - 6 des Jahres 2014

                                    2013 - über die Gemeindegrenze geschaut

                                    Januar

                                    • „Nun beginnt der Kampf um die Mieter" - Das neue Raumplanungsgesetz bringe „Horrormieten", warnen die Gegner. Branchenkenner zweifeln daran. Die Befürworter umwerben die Mieter auf Plakaten mit „Wohnungen am richtigen Ort".
                                    • „Verbot für die Jungen" - In Kehrsatz gilt seit Anfang Jahr das Ausgehverbot für Jugendliche. Jugendlichen bis 16 Jahren ist es verboten, sich ab 22 Uhr ohne Erwachsene auf öffentlichen Plätzen aufzuhalten. Die Gemeinden Interlaken, Ins und Kerzers haben damit schon gute Erfahrungen gemacht.

                                    Februar

                                    • „Berner Beamte sollen bis 65 arbeiten müssen" - Nachdem die erste Pensionskassenvorlage in der Vernehmlassung links wie rechts auf Kritik stiess, legte der Regierungsrat eine überarbeitete Fassung vor. Die Ausgangslage ist schwierig. Die Pensionskassen des Kantons Bern (BPK und BLVK) wiesen Ende 2012 Deckungslücken von total 3,9 Milliarden Franken aus.
                                    • „Kein Geld für ‘Folklore‘: Patrouille Suisse am Ende" - Die Empörung ist gross: Bundesrat und VBS-Vorsteher Ueli Maurer plant das Ende der Patrouille Suisse und erklärt sich jetzt auf Facebook. Sollte der Gripen-Deal zustande kommen, dürfte das VBS die rotlackierten F-5-Tiger wahrscheinlich ab 2016 ausser Dienst stellen.
                                    • „M13 hat alle Scheu verloren: Feuer frei auf den Bär?" und kurze Zeit später: „Bündner schiessen M13 ab: Der Bär ist tot! - Bärenmännchen M13 ist nicht mehr. Weil er auch nach seinem Winterschlaf keine Scheu vor Menschen zeigt, haben Bund und Kanton Graubünden den Abschuss beschlossen und das Todesurteil schon vollstreckt.
                                    • „Wider die Fitness im Parlament" - In Muri-Gümligen scheinen die Parlamentarier von der Bürde ihres Amtes müde geworden zu sein. Oder bloss bequem? Bis anhin zeigten die Mitglieder ihre Zustimmung oder Ablehnung zu einem Geschäft jeweils mittels Aufstehen. Pünktlich zur neuen Legislatur mehrten sich die Stimmen derer, die lieber nur die Hand heben und nicht mit vollem Körpereinsatz politische Arbeit betreiben möchten. Das Ratsbüro stellte deshalb einen entsprechenden Antrag. Die Bequemlichkeit siegte.

                                    März

                                    •  „Alle Kantone für Abzockerinitiative" - Ausnahmslos alle Kantone haben der Abzockerinitiative zugestimmt. Ein solches Ergebnis ist in der Geschichte der Volksinitiativen bisher nur dreimal vorgekommen.
                                    • „Dort, wo Politiker sind, gibt es gratis zu essen und gratis zu saufen" - Wenn Gurten-Bier zum traditionellen Osterschoppen ruft, strömt die Berner Prominenz an die Zapfhahnen - mit bester Unterhaltung von Komödiant Marco Rima.
                                    • „Bern will in einer höheren Liga mitspielen" - Eine Eventhalle soll Grossanlässe mit bis zu 9‘000 Gästen nach Bern bringen. Die Tage der gemütlichen alten Festhalle auf der Allmend sind wohl gezählt: Die BernExpo möchte an ihrer Stelle eine multifunktionale Eventhalle erbauen, die 60 bis 90 Millionen Franken kosten soll.
                                    • „Die Parkuhr soll neu auch am Sonntag ticken" - Autofahrer sollen künftig auch sonntags in der Stadt Bern die Parkuhr mit Münzen füllen. Das hat der Gemeinderat beschlossen und er erwartet dadurch Mehreinnahmen von 600‘000 Franken jährlich.

                                    April

                                    • „Spuren aus Steueroasen reichen bis Lützelflüh" - Von paradiesischen Karibikinseln bis in die Mongolei, von Singapur bis ins tiefste Emmental: Das gestern enthüllte Netzwerk von reichen Menschen, diskreten Beratern und Briefkastenfirmen in Steueroasen hat gigantische Ausmasse. Ans Licht gekommen ist es durch Daten von zwei Firmen, die auf die Errichtung von Offshoregesellschaften spezialisiert sind.
                                    • „Sach’s Erben verkaufen Luxus-Chalet" - Das Vieux Chalet des einstigen Playboys und Kunstförderers Gunter Sachs im Berner Oberländer Nobelort Gstaad wird verkauft. Bereits im März sollen die Verträge mit dem neuen Eigentümer unterzeichnet worden sein.

                                    Mai

                                    • „Tschäppät will neue Regeln - oder keinen Cupfinal mehr" - Wüste Auseinandersetzungen in der Innenstadt, acht verletzte Fans, zwei verletzte Polizisten, Sachschäden. Für Berns Sicherheitsdirektor Reto Nause ist nach den Ausschreitungen vor dem Cupfinal am Pfingstmontag zwischen dem FC Basel und den Grasshopper-Club Zürich klar: In der Stadt Bern soll es künftig keine Fanmärsche mehr geben.
                                    • „Krawalle in Bern; Gemeinderat ruft Bürger zur Hilfe bei Fahndung auf" - Die Stadtregierung will die Randalierer vom „Tanz die frei"-Umzug zur Rechenschaft ziehen. Sie hofft dabei auf die Mithilfe der Bevölkerung. Die Kantonspolizei will private Fotos und Videos auswerten, die Straftaten zeigen.

                                    Juni

                                    • "Fahnder aus Nigeria patrouillieren in Bern" - Der Drogenhandel in Bern wird zu einem grossen Teil von Nigerianern kontrolliert. Nicht zuletzt deshalb will die Polizei enger mit den Behörden in Nigeria zusammenarbeiten. Dieses Austauschprogramm wurde bereits in den Kantonen Genf, Zug, St. Gallen, Zürich, Schwyz und Tessin durchgeführt. In Bern wurde der Austausch von linken Politikern heftig kritisiert.
                                    • „Ein Einziger ist da" - Stellen Sie sich vor, es ist Gemeindeversammlung, und nur einer geht hin. So geschehen in Wachseldorn. Der spärliche Ablauf habe den Ablauf vereinfacht, ringt der Präsident dem Ganzen etwas Positives ab. So konnte er den Bürger bei der Diskussion direkt fragen, ob etwas unklar sei. „Ich musste keinen Stimmenzähler zur Wahl vorschlagen."

                                    Juli

                                    • "Grabrede für einen Zombie" - NEF 2000: Die Neue Verwaltungsführung im Kanton Bern sollte Wunderdinge in Sachen Effizienz und Transparenz vollbringen. Die Ziele wurden verfehlt - nun folgt noch die Beerdigung.
                                    • „Die Schule ohne Polizist ist unvorstellbar" - „Warte, luege, lose, loufe" soll es nicht mehr geben - der Regierungsrat will den Verkehrsunterricht einsparen. Für Gemeinden, Polizei und Experten ist es aber nicht denkbar, auf Kosten der schwächsten Verkehrsteilnehmer zu sparen.
                                    • „Detroit erklärt sich für bankrott" - Jahrzehntelang war die Stadt das Herz der amerikanischen Autoindustrie. Die Krise des US-Automarkts setzte ihr aber schwer zu. Jetzt ist Detroit pleite: Die Grossstadt hat sich für bankrott erklärt. Dies geht aus juristischen Dokumenten hervor.

                                    August

                                    • "Bald elf Franken für ein Päckchen Zigaretten?"- Der Bundesrat fasst weitere Erhöhungen der Tabaksteuer um bis zu 2.80 Franken pro Päckchen ins Auge. Der Handel befürchtet Einkauftourismus und Schmuggel.
                                    • „Armee packt bei Grossanlässen weniger an" - Bisher konnten die Organisatoren von Anlässen wie dem Lauberhornrennen, dem Eidgenössischen Turnfest oder dem Schwing- und Älplerfest auf die grosszügige Unterstützung der Armee zählen. In manchen Fällen wurde ihnen auch nicht die ganzen Zusatzkosten für den Einsatz in Rechnung gestellt. Das soll sich nun ändern.

                                    Oktober

                                    • „Bern hat günstige Verwaltung" - Der Verwaltungsapparat im Kanton Bern arbeitet kostengünstiger als jene in anderen Kantonen. Der allgemeine Verwaltungsaufwand auf Gemeinde- und Kantonsebene beträgt in Bern pro Kopf der Bevölkerung lediglich 817 Franken.
                                    • „GALA DE BERNE" - Der Ehrengast Fürst Albert II von Monaco erschien an der zweiten „Gala de Berne" im Berner Kursaal nicht in Begleitung seiner Ehefrau Charlene, sondern mit Bundesrätin Doris Leuthard. Albert, der sich mit einer Stiftung für den Umweltschutz engagiert, feierte bis spät in die Nacht.
                                    • „Zwei Kontinente, ein Tunnel" - In Istanbul ist der „Marmaray"-Bahntunnel feierlich eingeweiht worden. Das 2,5-Milliarden-Bauwerk verbindet Europa und Asien. Das 13,6 Kilometer lange Bauwerk zählt zu den weltweit grössten Infrastrukturprojekten der vergangenen Jahre. Die Tunnelverbindung durch den Bosporus soll stündlich bis zu 75‘000 Menschen befördern.
                                    • „Erstes Babyfenster in Bern ist in Betrieb" - Lindenhofspital: Nun steht auch in Bern ein Babyfenster für Mütter in äussersten Notsituationen bereit. Fachleute suchen aber auch nach anderen Möglichkeiten, Frauen und Neugeborenen zu helfen. Etwa mit vertraulichen Geburten im Spital.

                                    Dezember

                                    • „Nelson Mandela ist tot" - Südafrika: Der 95-jährige Anti-Apartheid-Kämpfer Nelson Mandela ist in seiner Heimat gestorben. Er hatte sich nach einer Lungenentzündung im Juni nie mehr richtig erholt. Der Friedensnobelpreisträger sass wegen seines Kampfs gegen die Rassentrennung 27 Jahre lang im Gefängnis. Im Jahre 1994 wurde er zum ersten schwarzen Präsidenten seines Heimatlands gewählt.
                                    • „Der Moment, das Temporegime zu ändern" - Geht es nach dem Berner Gemeinderat, gilt in naher Zukunft Tempo 30 auch auf gewissen Hauptstrassen in der Stadt. Neue 30er-Zonen erwägt der Verkehrsplaner an geschäftigen Orten mit vielen Fussgängern. „Generell 50" sei in den Städten überholt.
                                    • „Der Schneepflug kann warten" - Dürrenroth: Erst wenn im Dorf sieben Zentimeter Schnee liegen, soll künftig der Winterdienst ausrücken. Die Gemeinde will mit dieser Massnahme Geld sparen.

                                    Headlines aus: Berner Zeitung, Der Bund, Blick, 20 Minuten.ch, Sonntagszeitung des Jahres 2013

                                    2013 - innerhalb der Gemeindegrenze

                                    • „Die Blumenfreundin ist erneut höchste Mundigerin“ - Lucia Müller (SVP) ist bereits zum zweiten Mal Ostermundiger Parlamentspräsidentin. Sie eröffnet am 24. Januar die 11. Legislaturperiode. Sie hofft, keinen Stichentscheid fällen zu müssen. Neugierig sei sie auf die neue Konstellation im Parlament und im Gemeinderat. Dadurch, dass mit den Grünliberalen eine neue Partei mitmische, sei Spannung garantiert. Sie Sitzverteilung nach den letzten Gemeindewahlen: SP/Grüne 13, SVP 11, FDP 4, EVP 4, FORUM 3, GLP 3 und CVP 2.
                                    • Das Ostermundiger Gemeindeparlament hat schon Anfang Jahr ein Problem. An der ersten Sitzung konnte nur ein Stimmenzähler für das Jahr 2013 gewählt werden. Den zweiten Sitz hatte bisher immer die SP, die wählerstärkste Partei, innegehabt. Doch diese Mal erklärte Colette Nova namens der SP, man wolle keine Stimmenzählerin und keinen Stimmenzähler stellen. „Alle Parteien sollen sich an den Lasten des Ratsbetriebs beteiligen.“
                                    • „Wo sind die Hasen geblieben?“ - Mit neun bunten Blechhasen wollte der Werkhof den Bärenkreisel österlich schmücken. Nun sind sieben davon über Nacht spurlos verschwunden.
                                    • „Zwei Kindergärteler haben Geburi, feiern darf nur einer“ - In einem Kindergarten soll ein Knabe am nächsten Freitag zuschauen, wie ein Gspänli gefeiert wird, obwohl er gleichentags Geburtstag hat wie das Mädchen. Denn in seiner Kindergartenklasse gilt die Regel: Pro Tag wird nur ein einziger Geburtstag begangen.
                                    • „Die graue Eminenz tritt ab“ - 29 Jahre lang hat Marianne Meyer die Ostermundiger Politik mitgeprägt - zuerst als Ratssekretärin, dann als Gemeindeschreiberin. Sie sehe sich eher als „graue Eminenz“, die im Hintergrund wirke, deren Meinung aber durchaus Gewicht hatte. Am Tisch des Gemeinderates sitzt die neue Gemeindeschreiberin, Barbara Steudler.
                                    • „Heute ist der Gemeindepräsident als Samichlaus unterwegs“ - Heute wird Thomas Iten das Licht in seinem Büro ausnahmsweise etwas früher löschen. Er verwandelt sich innert weniger Minuten vom Gemeindepräsidenten von Ostermundigen in Sankt Nikolaus. Zusammen mit dem Schmutzli wird er heute Abend insgesamt sieben Familien besuchen.

                                    Hier noch etwas Statistik: Die scheidende Ratspräsidentin konnte an sechs Sitzungen, während über 12 ½ Stunden, 77 Traktanden beraten lassen. Der Ratssekretär durfte 160 Seiten an Protokoll (Vorjahr 290) verfassen.

                                    Quelle: Bantiger Post, Berner Zeitung, Der Bund, Ratsprotokolle Nr. 1 - 6 des Jahres 2013

                                    2012 - über die Gemeindegrenze geschaut

                                    Januar

                                    • Pioniergeist an der Jungfrau: Gerry Hofstetter hat in der Nacht vom 1. Januar das Schweizerkreuz und weitere Motive an die Jungfrau-Nordwand projiziert. Damit läutete er das 100-Jahre-Jubiläum der Jungfraubahn ein, der bedeutendsten Bergbahn der Schweiz.
                                    • Kreuzfahrt-Drama: Diese Kreuzfahrt wurde für rund 4‘200 Passagiere zum Horrorerlebnis: Die fast 300 Meter lange Costa Concordia hatte vor der italienischen Insel Giglio einen Felsen gerammt. Bei der chaotischen Evakuierung kamen drei Personen ums Leben, weitere 70 werden noch vermisst. Der Kapitän ist in Haft. Er soll das Schiff noch vor den letzten Passagieren verlassen haben.

                                    Februar

                                    • Die rosaroten Eisprinzessinnen gehörten zu den Ersten, die den zugefrorenen Egelsee eroberten. Die Kälte beschert Bern aber nicht nur eine „Seegfrörni“, sondern hat auch positive Effekte auf die Erholung der Böden und die menschliche Gesundheit.
                                    • Er war der Frank Sinatra der Schweiz. Der Jazzmusiker, Komponist und Bandleader Hazy Osterwald ist nach langer Krankheit im Alter von 90 Jahren in Luzern gestorben. Internationalen Ruhm erlangte der Berner Ende der 1950er-Jahre mit dem „Kriminal-Tango“.

                                    März

                                    • Bern feiert seine „Kathedrale des Verkehrs“: Bevor der Wankdorf-Kreisel im Mai für die Autos freigegeben wird, bot sich ein letztes Mals die Gelegenheit, durch den unterirdischen Verkehrsknoten zu spazieren. Tausende liessen sich die Chance nicht entgehen.

                                    April

                                    • Sechseläuten: Berner Regierungsrätinnen wurden nicht eingeladen. Die Zürcher Zünfte haben einzig den männlichen Regierungsvertretern des Gastkantons Bern eine Einladung geschickt. Regierungsrätin Barbara Egger empfindet das als Affront.

                                    Mai

                                    • Der Messias geht als Unvollendeter und mit Stil. Der bei YB gescheiterte Trainer Christian Gross verabschiedet sich an einer Medienkonferenz im Stade de Suisse - und bedauert, dass er in Bern nicht mehr Zeit erhalten hat.
                                    • Ärgerlich: Wieder ein Bär der sich nicht integrieren will. M13 raubt Bienenstöcke aus. Er frisst Haushaltsabfall. Er verschreckt deutsche Touristen. Er lungert auf dem Trassee der Rhätischen Bahn herum; prompt streifte ihn ein Zug. Das erinnert an seinen Bruder M14, der auf der Brenner-Autobahn überfahren wurde - dieselbe Uneinsichtigkeit bei beiden.
                                    • Wildkatze im Grenzgebiet Bern-Solothurn. Diese Geschichte bewegt die ganze Schweiz: Ein Schwarzer Panther hat sich offenbar im Wald zwischen Kestenholz und Bätterkinden niedergelassen. Mit einer Kastenfalle versuchen die Behörden, das Tier einzufangen.

                                    Juli

                                    • 4 : 0 gegen Italien - Spanien schafft den Titelhattrick und verteidigt damit als erste Mannschaft überhaupt seinen Fussballeuropameistertitel erfolgreich.
                                    • Meisterliche Rückkehr an die Spitze. Roger Federer hatte bei seinem siebten Wimbledonsieg alles unter Kontrolle - und ist wieder Nummer 1.
                                    • Was heisst das - unabhängig? Diese Frage dürfte in den nächsten Tagen manche Stadtberner Politiker beschäftigen. Der Grund: Der unabhängige Experte, der im Auftrag des Stabe-Verwaltungsrats die Filz-Vorwürfe prüft, ist FDP-Mitglied. Genau wie Stabe-Präsident Emmenegger und Barbara Hayoz. „Wussten wir nicht“, sagen diese.

                                    August

                                    • „Zwei Flaschen Wein sind zwar nett, aber nutzlos.“ Alle Parlamentarier und Bundesrätinnen erhalten auf den 1. August zwei Flaschen Schweizer Wein. Das Präsent von Swiss Wine Promotion gilt zwar noch nicht als Bestechung - problematisch ist es trotzdem.
                                    • Gletscher gibt Dakota-Propeller frei: Drei junge Bergsteiger haben einen Propeller des 1946 auf dem Gauligletscher niedergegangenen Dakota-Flugzeuges gefunden. Das Wrack dürfte in den nächsten Jahren ebenfalls zum Vorschein kommen.
                                    • „Würdigungen für einen Helden einer ganzen Generation.“ Neil Armstrong, der erste Mensch auf dem Mond, ist 82-jährig gestorben.

                                    Oktober

                                    • „Den Thorberg müsste man abreissen und auf grüner Wiese neu aufbauen.“ Ehemaliger Thorberg-Direktor übt Kritik am Gefängnis. Weil der Vollzug nur noch innerhalb der Mauern stattfinden kann, sei es für die Häftlinge zu eng. Ein Neubau im Seeland schwebt gar dem Kanton vor.
                                    • „Ein umstrittener Schwede fliegt über die Axalp.“ Auf dem Gebirgsschiessplatz Ebenfluh demonstrierte die Luftwaffe ihr Können. 7‘000 Zuschauer waren dabei, als sich der Gripen zum ersten Mal der Schweizer Öffentlichkeit präsentierte. So gross war der Andrang beim Fliegerschiessen auf der Axalp noch nie.
                                    • So viel Neuschnee wie nie im Oktober. Der Schneefall war aussergewöhnlich: So früh im Jahr schneite es in Bern letztmals vor 81 Jahren. Und noch nie lag an einem Oktobertag so viel Neuschnee wie am 28. Oktober.

                                    November

                                    • „10‘785 Jobs allein diese Jahr weg!“ Seit Jahresbeginn gaben Firmen den Abbau von fast 11‘000 Jobs in der Schweiz bekannt. Die Kahlschläge folgen sich immer schneller.
                                    • Die rot-grüne Regierung der Stadt Bern sitzt fest im Sattel: Stapi Tschäppät wurde glanzvoll wiedergewählt. Die Nationalrätinnen Ursula Wyss (SP) und Franziska Teuscher (GB) ziehen neu in den Gemeinderat ein.

                                    Dezember

                                    • „200‘000 Besucher und ein Adventsprogramm.“ Abend für Abend pilgern Tausende auf den Bundesplatz, um die Licht- und Tonshow „Rendezvous Bundesplatz“ anzuschauen. Seit Ende Oktober hat das Lichtspektakel bereits 200‘000 Zuschauerinnen und Zuschauer angelockt.

                                    Headlines aus: Berner Zeitung, Der Bund, Sonntagszeitung des Jahres 2012
                                     

                                    2012 - innerhalb der Gemeindegrenze

                                    • „Präsident mit Vorliebe für Desserts“ - Michael Werner (FDP) wurde zum neuen Präsidenten des Grossen Gemeinderates gewählt. Er ist seit drei Jahren im Parlament und politisierte zuvor in der Schul- und in der Energiekommission.
                                    • „Christian Zahler tritt nicht mehr an - die SP wartet mit zwei bekannten Gesichtern auf“ - Zehn Jahre als Ostermundiger Gemeindepräsident seien „nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz“, sagt SP-Mann Christian Zahler.
                                    • „Mit Strassenzoll gegen Autolawine“ - Ein Fünfliber pro Tag und Auto: Kanton und Stadt Bern sowie die Regionalkonferenz wollen mit einer Studie die Chancen von Roadpricing ausloten. Harte Auseinandersetzungen sind programmiert. In der Studie umfasst der Roadpricing-Perimeter die acht Gemeinden Bern, Köniz, Ostermundigen, Muri, Ittigen, Bolligen, Bremgarten und Zollikofen.
                                    • „Ostermundigen blüht auf - Gartencenter eingeweiht“ und „Apéro im Gartenhaus“ - Der bereits zur Tradition gewordene Mundiger Wirtschaftsapéro fand in den Räumlichkeiten des neuen Wyss Gartencenters statt.
                                    • „Rechnung 2011: Schaden kleiner als befürchtet“ - Das Budget 2011 war von einem Defizit von 4,6 Millionen ausgegangen. Nun schliesst die Rechnung 2011 „nur“ mit einem Verlust von 1,8 Millionen Franken. Und: Die Entwicklung der Einwohnerzahl gibt Anlass zur Hoffnung.
                                    • „Der Coiffeur lauert an jeder Ecke“ - Bis zu sechs Salons innerhalb von 300 Metern: Kaum eine andere Berner Gemeinde hat eine so hohe Dichte an Friseuren wie Ostermundigen. In der Praxis sind es aber mehr. Viel mehr. Mit dem Suchbegriff „Coiffeur“ liefert das elektronische Telefonbuch für Ostermundigen 31 Treffer.
                                    • „Paukenschlag in Ostermundigen - Thomas Iten will ins Präsidium“ - Der ehemalige Gemeinderat Thomas Iten kandidiert fürs Gemeindepräsidium - und tritt per sofort aus der SP aus. Diese ist von Iten enttäuscht.
                                    • „In das ehemalige Pfarrhaus ziehen Senioren ein“ - Früher als ursprünglich geplant kann die erste Seniorentagesstätte in Ostermundigen ihren Betrieb aufnehmen. Im alten Pfarrhaus an der Unteren Zollgasse 5 werden Menschen mit Demenz und anderen Einschränkungen betreut.
                                    • „Nackenstarre in Ostermundigen“ - Die Pläne für das 100 Meter hohe Bären-Hochhaus werden konkret. Die vorliegende Überbauungsordnung ist bereits eng auf ein Architekturprojekt zugeschnitten.
                                    • „Grünliberale ziehen ins Parlament ein“ - Die Grünliberale Partei ist die Gewinnerin im Grossen Gemeinderat. Bei ihrer ersten Teilnahme erreichte sie auf Anhieb 7,5 Prozent Wähleranteil und drei Sitze.
                                    • „Wahlpanne kostet EVP den Gemeinderatssitz“ - In Ostermundigen wurden 162 Wahlzettel der EVP anstatt der CVP/GLP-Liste angerechnet - mit einschneidenden Folgen: Anstelle von Gerhard Baumgartner (EVP) verbleibt nun Synes Ernst (CVP) in der Exekutive. Die EVP schliesst rechtliche Schritt nicht aus.
                                    • „Rote Zahlen, doch der Silberstreifen am Horizont wird breiter“ - Das Budget 2013 rechnet mit einem Defizit von 1,9 Millionen Franken.
                                    • „Erfolgreicher Schlussspurt“ - Thomas Iten hat es geschafft. Der 38-jährige Parteilose setzt sich im zweiten Wahlgang gegen Aliki Panayides (SVP) durch und wird neuer Gemeindepräsident von Ostermundigen.
                                    • „Der zurückhaltende Schaffer tritt ab“ - Zehn Jahre lang war Christian Zahler Ostermundiger Gemeindepräsident. Der Abschied falle ihm nicht leicht, sagt der 59-jährige nach kurzem Zögern. Er habe sein Amt stets mit grosser Freude ausgeführt.

                                    Hier noch etwas Statistik: Der scheidende Ratspräsident konnte an 8 Sitzungen, während gut 17 Stunden, 100 Traktanden beraten lassen. Der Ratssekretär durfte die stattliche Anzahl von 290 Seiten an Protokoll (Vorjahr 238) verfassen.

                                    Quelle: Bantiger Post, Berner Zeitung, Der Bund, Ratsprotokolle Nr. 1 - 8 des Jahres 2012

                                    2011 - über die Gemeindegrenze geschaut

                                    Januar

                                    • Der Stadtberner Steuerzahler muss für den Bärenpark tief in die Tasche greifen: Gemäss der provisorischen Abrechnung der Berner Stadtbauten kostet der ursprünglich auf 9,7 Millionen veranschlagte Bärenpark 21,3 Millionen Franken.
                                    • Lauberhornrennen mit neuem Zuschauerrekord: Einmal mehr wurde die Lauberhornabfahrt ihrem Ruf als Massenspektakel gerecht. Vor Ort waren über 60‘000 Zuschauer an den Weltcuprennen mit dabei.

                                    Februar

                                    • Der grösste Missbrauchsfall im Kanton Bern wird publik: Sozialtherapeut H.S. (54) hat zugegeben, 122 meist schwer behinderte Schutzbefohlene in Heimen sexuell missbraucht zu haben.
                                    • Berns letzter Glöckner wird entlassen: Als letzte in Bern wird die Glocke der Französischen Kirche motorisiert. Glöckner Thierry Ehrenberg hat die Kündigung erhalten - er prüft eine Unterschriftensammlung, um das Handgeläut zu retten.
                                    • Ja zu Mühleberg 2: Das Berner Stimmvolk befürwortet in einer konsultativen Abstimmung den Bau eines neuen Atomkraftwerks in Mühleberg knapp (51,2 %).

                                    März

                                    • Katastrophe von Fukushima: Ein Erdbeben der Stärke 9, der darauf folgende Tsunami sowie Nachbeben legten Teile Japans in Schutt und Asche. 15‘000 Menschen sterben. Das von Beben und Tsunami getroffene AKW Fukushima gerät ausser Kontrolle, es kommt zu Störfällen. In einer Sperrzone von 30 Kilometer um das Werk werden die Menschen evakuiert.
                                    • Toni Brunner will 7‘000 Angestellte wegsparen: Der SVP-Präsident will der Bundesverwaltung eine drastische Abspeckkur verordnen. Bis ins Jahr 2016 soll der Personalbestand um 20 Prozent reduziert werden.

                                    April

                                    • Ein tonnenschweres Stück der Decke des Erlebnisbads Bernaqua stürzt ein: Zwei Personen werden dabei verletzt. Seither ist das Bad im Freizeit- und Einkaufszentrum Westside geschlossen. Bereits hat sich ein finanzieller Schaden in der Höhe von 50 Mio. Franken angehäuft. Ein juristischer Hickhack verhindert derzeit die Reparatur.
                                    • Hochzeit des Jahres: Die Nummer zwei der englischen Thronfolge, Prinz William, ehelicht Kate Middelton.

                                    Mai

                                    • Osama Bin Laden ist tot: Nach fast zehnjähriger Jagd kann US-Präsident Barack Obama den Tod des meistgesuchten Terroristen der Welt vermelden: Der al-Qaida-Chef wurde in einer Kommandoaktion durch eine US-Spezialeinheit aufgespürt und getötet.
                                    • Der Bundesrat wagt den „historischen“ Schritt: Umweltministerin Doris Leuthard gibt bekannt, dass es als Folge der Katastrophe von Fukushima in der Schweiz keine neuen Atomkraftwerke mehr geben soll. Das letzte Werk soll voraussichtlich 2034 vom Netz gehen.

                                    Juni

                                    • BKW nimmt Mühleberg vorübergehend vom Netz: Wegen Sicherheitsmängeln schaltet die BKW das AKW Mühleberg für drei Monate ab. In dieser Zeit wird mit aufwendigen und teuren Nachrüstungen die Sicherheit verbessert.

                                    Juli

                                    • Der erste autofreie Sonntag sorgt für Spass - und Kritik: Zum ersten Mal hat die Stadt Bern einen autofreien Sonntag organisiert. Gekommen sind laut offiziellen Angaben rund 25‘000 Personen - die Stadt wertet das als Erfolg.
                                    • Doppelanschlag erschüttert Norwegen: Anders Behring Breivik zündet mitten in Oslo eine Bombe und verübt auf der Insel Utöya ein Massaker an Jugendlichen und Kindern. 74 Menschen sterben.
                                    • Alpenglühn: Der Schweizerpsalm wird dieses Jahr 50, aber gratulieren mag nie-mand. Die Melodie ist akzeptiert, der Text jedoch berührt die meisten Schweizerinnen und Schweizer nur noch peinlich. Besserung ist derzeit keine in Sicht.

                                    August

                                    • Der Eurokurs fällt auf einen Franken: Die Frankenstärke wird zum Problem für die Wirtschaft. Die Nationalbank interveniert mehrmals und definiert im September die Wechselkursuntergrenze bei 1.20 Franken.
                                    • Ascom verschwindet aus Bern: Der Traditionskonzern will seine Sparte Security Communication verkaufen. Damit fällt das letzte Berner Standbein der Ascom weg - und es endet ein Kapitel Berner Industriegeschichte, das 1852 begonnen hatte.
                                    • Motorfahrzeugsteuern: Regierung lässt Abstimmung wiederholen. Da in 30 Gemeinden über 18‘000 Stimmzettel fehlen, entfällt die gerichtlich verfügte Nachzählung.

                                    September

                                    • Ursina und Berna bleiben in Bern: Der Umzug der ersten Jungtiere im Bärenpark nach Rumänien scheitert. Künftig wird im Bärenpark eine Bärenfamilie leben. Das Männchen Finn wird im Frühjahr 2012 sterilisiert. Anschliessend werden die vier Bären zusammengeführt.
                                    • Endlich eine Bernerin: Die 20-jährige Handelsschülerin und amtierende Miss Bern Alina Buchschacher wird zur Miss Schweiz 2011 gewählt. Ein ganzes Jahr darf sie das Krönlein tragen.

                                    Oktober

                                    • Politiker aus aller Welt lernen in Bern „Demokratie“: Bern ist für einmal ganz international. 1‘400 Parlamentarier aus 130 Ländern besuchen die 125. Konferenz der Interparlamentarischen Union in Bern.
                                    • Ghadhafi ist tot: Mit dem libyschen Diktator fordern die Volksaufständischen in Nordafrika ihr prominentestes Opfer. Nach 42 Jahren Gewaltherrschaft stirbt Muammar al-Ghadhafi eines gewaltsamen Todes. Er wird auf der Flucht in seiner Heimatstadt Sirte getötet.
                                    • Nationale Wahlen: Die BDP um Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und Präsident Hans Grunder sowie die Grünliberalen sind die Wahlsieger: Beide gewinnen je neun Sitze im Nationalrat und stärken die politische Mitte. Die SVP verliert acht Nationalratsmandate, bleibt aber klar stärkste Kraft. Je fünf Sitze büssen FDP und Grüne ein. SP und CVP kommen mit einem blauen Auge davon.

                                    November

                                    • Giorgos Papandreou tritt zurück: Die Schuldenkrise fordert 2011 ein weiteres politisches Opfer: Nach den Rücktritten der Premiers von Portugal, Spanien und Slowenien gibt auch der griechische Ministerpräsident sein Amt ab.
                                    • Silvio Berlusconi kündigt Rücktritt an: Dutzende Skandale und Gerichtsfälle konn-ten dem italienischen Langzeitpremier nichts anhaben - doch die Schuldenkrise brachte selbst ihn zu Fall.
                                    • Ittigen wird das kantonale Steuerparadies: Die Gemeindeversammlung segnet das Budget 2012 mit dem sagenhaften Steueransatz von 0,84 Einheiten ab.

                                    Dezember

                                    • Abtritt einer Fernsehlegende: Rund ein Jahr nach dem schrecklichen Unfall des Wettkandidaten Samuel Koch verabschiedet sich Thomas Gottschalk. Seine letzte Ausgabe von „Wetten, dass…?“ meistert der deutsche Moderator souverän - und ohne eine Träne zu verdrücken.
                                    • Alain Berset wird Bundesrat: Wochenlang dominieren die Bundesratswahlen die politische Agenda - und dann ging die Sache rasch und schmerzlos über die Bühne: Die amtierenden Bundesräte wurden wiedergewählt, Alain Berset verteidigte den SP-Sitz. Das Nachsehen hatte die SVP.
                                    • Lugano erhält wieder ein Tram: Die Agglomeration der Tessiner Metropole wächst und wächst. Nun soll die in den 50er-Jahren stillgelegte Strassenbahn reaktiviert werden. Das Herz der neuen Linie ist ein Tunnel unter dem Bahnhof durch.
                                    • 2011 wurden so viele Schweizer Uhren hergestellt wie noch nie: Die Nachfrage aus Asien ist der grosse Treiber der Uhrenindustrie. Besonders teure Modelle sind gefragt.

                                    Headlines aus: Berner Zeitung, Der Bund und Sonntagsblick des Jahres 2011
                                     

                                    2011 - innerhalb der Gemeindegrenze

                                    • Der SP-Mann mit der liberalen Gesinnung: Nach 13 Jahren im Parlament steht Norbert Riesen erstmals dem Rat vor. Es ist dies wohl der Abschluss einer langen Parlamentskarriere.
                                    • „An den Wolken kratzen“ - Wird der Traum von Wolkenkratzern in der Region Bern in Ostermundigen verwirklicht? Auf dem Areal des Bären soll ein Hochhaus entstehen. Ende Januar wurde der Startschuss für eine Testplanung gegeben.
                                    • Im April verwandelte sich Ostermundigen entlang der Bernstrasse in ein rotes Tulpenmeer. Initiantin der Aktion „Ostermundigen blüht“ war die SVP-Politikerin Lucia Müller.
                                    • Ein Expertengutachten kam zum Schluss, dass die Umstellung der Buslinie 10 von Ostermundigen nach Köniz auf Trambetrieb strategisch sinnvoll sei.
                                    • In der Schulanlage Dennigkofen ging die Einweihung des neuen Hallentrakts mit der Theaterproduktion „Gleis 11“ über die Bühne.
                                    • Ebenfalls einweihen konnte die Feuerwehr Ostermundigen ihre neue, 32 Meter hohe Autodrehleiter
                                    • Im Rahmen des Wirtschaftsapéros wurde das Ergebnis der Testplanung „Bären-Areal“ vorgestellt. Fazit: Der Standort sei ideal für den Bau eines grossen Hotels in Form eines Hochhauses.
                                    • Im November erfolgte der Spatenstich für die Grossüberbauung Oberfeld. Geplant sind 500 Wohneinheiten für rund 1‘200 Personen.
                                    • Einmal mehr musste das gemeindeeigene Restaurant Tell aufgrund finanzieller Schwierigkeiten der Pächter seinen Betrieb schliessen.

                                    Hier noch etwas Statistik: Der scheidende Ratspräsident konnte an sechs Sitzungen, während knapp 16 Stunden, 68 Traktanden beraten lassen. Der Ratssekretär durfte die stattliche Anzahl von 238 Seiten an Protokoll (Vorjahr 270) verfassen.

                                    Quelle: Ratsprotokolle Nr. 1 - 6 des Jahres 2011, Bantiger Post, Berner Zeitung, Der Bund und Blick am Abend

                                    2010 - über die Gemeindegrenze geschaut

                                    Januar

                                    • Um 16.35 Uhr bebte in Haiti die Erde. Nur 35 Sekunden lang. Danach ist die Insel, einst Perle der Karibik, nur noch ein apokalyptisches Trümmerfeld. 220‘000 Menschen sterben, mehr als 300‘000 werden verletzt, 1,5 Millionen sind obdachlos.
                                    • Im offenen Kirchlein Wahlern zünden Unbekannte die Kanzel an. Nur der Zufall verhindert, dass die ganze Kirche niederbrennt. Der Schaden beläuft sich trotzdem auf über eine Million Franken, die Kirche wird erst am 1. Advent wieder eröffnet. Die Vandalen sind nach wie vor unbekannt.

                                    Februar

                                    • Simon Ammann lässt der Konkurrenz in Whistler zum zweiten Mal das Nachsehen. Der Toggenburger wiederholt den doppelten Triumph von Salt Lake City und avanciert aus helvetischer Perspektive zum Olympiahelden, einen Monat später wird er sich als Gesamtweltcupsieger und Skiflugweltmeister feiern lassen.

                                    März

                                    • Das Könizer Stimmvolk sagt Ja zum Hochhaus „Lustro“ das auf dem Bächtelenacker in Wabern geplant ist. 53 Meter hoch soll der „bewohnbare Felsen“ werden. Noch immer sind Einsprachen gegen das Projekt hängig. Der Baustart ist nicht absehbar.
                                    • Europa lahmgelegt: Im Süden Islands bricht der Vulkan Eyjafjallajökull aus. 1‘000 Grad heisse Lavabrocken werden bis zu einem Kilometer in die Luft geschleudert, die Rauchsäule steigt neun Kilometer hoch in den Himmel. Die Aschenwolke stürzt halb Europa ins Chaos. Hunderttausend Flüge in Nord- und Mitteleuropa werden annulliert, zehn Millionen Menschen sind betroffen.

                                    April

                                    • Aus für Karton Deisswil: Der österreichische Konzern Mayr-Meinhof schliesst die Kartonfabrik Deisswil. Alle 253 Angestellten verlieren ihre Stelle. Als Retter tritt der Berner Investor Hans-Ulrich Müller auf: Er kauft das Areal und will dort viele Arbeitsplätze schaffen.

                                    Mai

                                    • Wifag am Ende: Die Krise bei der Berner Druckmaschinenfabrik gipfelt in der Einstellung der Produktion. Weitere 170 Jobs gehen verloren.

                                    Juni

                                    • Weltmeisterbesieger: Ganz kurz wackelt die Fussballhierarchie. Gelson Fernandes trifft in Durban, die kleine Schweiz besiegt an der WM Top-Favorit Spanien 1:0. Ein Märchen wird’s trotzdem nicht. Hitzfelds Team scheidet aus, Spanien holt den Titel.
                                    • Kronprinzessin Victoria und Daniel Westling geben sich vor 1‘100 offiziellen Gästen in Stockholm das Ja-Wort. Die künftige Königin von Schweden und ihr Fitnesstrainer Daniel. Die liebevollen Gesten der Braut und der weinende Bräutigam bezaubern alle.

                                    Juli

                                    • Bericht über Bärenpark-Debakel wird vorgelegt. Gemeinderätin Barbara Hayoz und der Stadtbauten-Chef Rudolf Lanzrein sind im Wesentlichen verantwortlich, dass der Bau des Bärenparks 10 Mio. teurer kommt als geplant. Das Finanzloch stopfen müssen die Steuerzahler der Stadt Bern.
                                    • US-Präsident Barack Obama wird zum Ehrenbürger von Ried bei Kerzers ernannt. Ein Ahnenforscher hat herausgefunden, dass ein direkter Vorfahre des mächtigsten Manns der Welt Anfang des 18. Jahrhunderts aus der Seeländer Gemeinde ins Elsass ausgewandert ist. Dessen Sohn reiste später nach Amerika weiter.

                                    August

                                    • Adelboden hofft auf neue Geldgeber: Nach dem Rückzug der Investoren aus Kuwait ist das geplante Alpenbad gefährdet.
                                    • Kilian Wenger wird in Frauenfeld zum Schwingerkönig erkoren. Der 20-jährige Diemtigtaler gewinnt sämtliche acht Gänge. Er ist der erste Berner König seit 1992.

                                    September

                                    • Morgenröte im Parlament: Die beiden Räte (Nationalrat und Ständerat) haben beschlossen, jeweils zu Legislaturbeginn die Landeshymne abzuspielen.
                                    • Erfolg für die Frauen - und für Bern: Ständerätin Simonetta Sommaruga (SP) und Nationalrat Johann Schneider-Ammann (FDP) werden in den Bundesrat gewählt. Sommaruga wird Justizdirektorin, Schneider Volkswirtschaftsdirektor.

                                    Oktober

                                    • Historischer Durchschlag: Nach 17-jähriger Bauzeit erfolgt der erste Hauptdurchschlag am Gotthard-Basistunnel. Die Tunnelbohrmaschine durchbricht am Nachmittag von Faido her kommend die letzten Meter Fels auf dem Weg nach Sedrun.
                                    • Stadt Bern will Maulbeerbad und Ka-We-De schliessen. Weil die Sanierung der beiden baufälligen Anlagen zu teuer käme, sollen sie bis spätestens 2018 zugehen. Stattdessen soll eine neue 50-Meter-Schwimmhalle gebaut werden.

                                    November

                                    • Ja zur Ausschaffungsinitiative: Die Schweiz stimmt der Ausschaffungsinitiative der SVP mit einem Ja-Anteil von 52,9 Prozent zu. Die Stimmbeteiligung liegt bei 53,1 Prozent. Der Gegenvorschlag findet keine Mehrheit, der Anteil Nein-Stimmen liegt bei 54,2 Prozent.

                                    Dezember

                                    • Erste Fahrt des Trams Bern-West: Mit einem grossen Fest feiert Bern die Eröffnung der neuen Tramlinien nach Bümpliz und Brünnen. Gleichzeitig wird das ganze Tramnetz neu verknüpft. Als Folge nimmt zu den Stosszeiten das Gedränge unter dem Baldachin zu.
                                    • Euro fällt unter Fr. 1.25: Der Euro ist gestern erstmals weniger als Fr. 1.25 wert gewesen. Die europäische Schuldenkrise habe die Devisenmärkte fest im Griff, meinen Händler. Analysten sehen die Franken-Stärke als „klares Zeichen für die Kapitalflucht von europäischen Anlegern“.
                                    • Der grosse Spendenklamauk: Die Schweizer sind wackere Spender vor dem Herrn, rund 1,5 Milliarden Franken geben sie jährlich her. In der Adventszeit kulminiert ihr Wille zum Guten; allerdings ist festzustellen, dass auch der humanitäre Klamauk auf Weihnachten hin zunimmt.

                                    Headlines aus: Berner Zeitung, Der Bund, Blick, Schweizer Illustrierte des Jahres 2010

                                     

                                    2010 - innerhalb der Gemeindegrenze

                                    • „Ich bin eine linke Rechte“ - Lucia Müller (SVP) wurde zur Präsidentin des Grossen Gemeinderates gewählt. Sie hofft auf faire Diskussionen.
                                    • „Zwist um Übertritt an Gymer“ - Die Beantwortung der überparteilichen Motion betreffend Zugang für Schülerinnen und Schüler aus Ostermundigen an eine spezielle Sekundarschule löste im März eine lange Diskussion aus. Der Gemeinderat wird damit beauftragt, Modelle für den Unterricht in Spez-Sek-Klassen vorzulegen.
                                      Am 28. Oktober - nach einer noch längeren Diskussion - wird die Spez-Sek „Klassen für künftige Gymeler“ wieder in das Schulangebot von Ostermundigen aufgenommen.
                                    • Die „Beschaffung einer gemeindeeigenen Autodrehleiter; Kreditantrag“ ist das Geschäft des Jahres. Bei keinem anderen Sachgeschäft wurden die Diskussionen so heftig geführt. Letzten Endes wurde sogar die Abstimmung per Namensaufruf (23 zu 9 Stimmen pro ADL) vorgenommen.
                                    • „Neues Verwaltungszentrum“ - In der Standortevaluation rückt die Variante „Küntigrube“ in den Hintergrund. Der Gemeinderat prüft, Büroräumlichkeiten an der Poststrasse 6 (ehemals Swisscom) mieten zu können. Fortsetzung folgt.
                                    • „Restaurant TELL; Pächterwechsel“ - Der Mietvertrag mit der Brasserie Tell AG, welcher per Ende Oktober ausläuft, wird nicht verlängert. Am 2. November öffnet das Restaurant Tell unter neuer Führung wieder seine Tore.
                                    • Die Beschwerde gegen die Ersatzbeschaffung der Autodrehleiter wird vom Regierungsstatthalter abgewiesen.
                                    • „Zank wegen dem Gartencenter“ - Nicht der Gartenzaun, sondern das geplante Gartencenter Wyss Samen und Pflanzen AG sorgt an der Grenze zwischen Ostermundigen und Ittigen für Unmut. Die Ittiger fürchten einerseits den Mehrverkehr, andererseits müsste für das Gartencenter eine Fläche umgezont werden, die momentan in einer Grünzone liegt.
                                    • „Ja zu weitern Geldern für die Badi“ - Im Freibad stehen Sanierungsmassnahmen im Bereich Restaurant, im Eingangsbereich sowie der Schwimmbecken an. Das Parlament bewilligte einen Investitionskredit von 1,49 Mio. Franken sowie einen Projektierungskredit von Fr. 270‘000.-- für die Schwimmbecken.
                                    • Der Ratsauflug fand am späten Nachmittag des 21. Oktobers statt und führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Theaterspaziergang mit dem Titel: „Der Sohn des Scharfrichters“ in die Stadt Bern. Ein Theater über die Freiheit und ein ausserordentlicher Spaziergang durch Berner Geschichten.
                                    • „Ostermundigen möchte nicht mehr für Kultur bezahlen“ - Beiträge an Berner Kulturinstitutionen ja, aber nicht nach diesem Verteilschlüssel: Im Parlament will man am alten Finanzierungssystem festhalten.
                                    • Die November-Sitzung stand im Zeichen der Behörden- und Verwaltungsreform inkl. Teilrevision der Gemeindeordnung. Die zu ändernden Artikel wurden zuhanden der zweiten Lesung resp. des Souveräns genehmigt. Die Wirkungsorientierte Verwaltungsführung (WOV) wird als Pilotphase in drei Bereichen eingeführt.
                                    • „Heisse Diskussion um das Millionendefizit“ - Ohne Freude heisst das Parlament das Budget 2011 gut. SVP und FDP haben die Vorlage erfolglos torpediert.

                                    Hier noch etwas Statistik: Die scheidende Ratspräsidentin konnte an sechs Sitzungen, während 22 ¾ Stunden, 66 Traktanden beraten lassen. Dem Ratssekretär wurde das moderne Aufnahmesystem „verbalix portable“ zur Verfügung gestellt. Es durfte die stattliche Anzahl von 270 Seiten an Protokoll (Vorjahr 361) verfasst werden!

                                    Quelle: Berner Zeitung, Der Bund, Ratsprotokolle Nr. 1 - 6 des Jahres 2010