Infos für Zivilschützer

Schutzdienstpflicht

In den Zivilschutz eingeteilt wird, wer an der Rekrutierung, welche gemeinsam mit der Armee durchgeführt wird, für zivilschutztauglich befunden wird. Die Schutzdienstpflicht beginnt mit dem Jahr, in dem die Pflichtigen 20 Jahre alt werden und dauert bis zum Ende des Jahres, in dem sie 40 Jahre alt werden.

Diensttagedauer pro Jahr

Die folgenden Übersichten zeigen die vom Kanton Bern gesetzliche mindest- bzw. maximalen Diensttage pro Jahr im Kanton Bern gemäss kantonalem Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz (KBZG):

Erwerbsausfallentschädigung

Die genaue Regelung der Erwerbsausfallentschädigung ist unter dem folgendem Link abrufbar:

Broschüre Erwerbsausfallentschädigung

Meldepflicht

Jeder Angehörige des Zivilschutzes hat Änderungen von Personalien (Namensänderung, Wohnadresse, Telefon- & Mobilenummern, E-Mail-Adresse) sowie Verlust oder Beschädigung des Dienstbüchleins innerhalb von 14 Tagen der Zivilschutzstelle zu melden. Für das Ausstellen eines Duplikates des Dienstbüchleins kann vom Kanton Bern (BSM) eine Gebühr erhoben werden.

Freiwilliger Schutzdienst

Dieser ist z.B. für Frauen, für über 40-jährige Schutzdienstpflichtige oder für aus der Militärdienstpflicht Entlassene möglich. Freiwillige Personen sind in Rechten und Pflichten den AdZS gleichgesetzt. Sie müssen eine verkürzte Rekrutierung bzw. einen Gesundheits-Check (bei Ü40) im Rekrutierungszentrum besuchen und anschliessend eine Grundausbildung absolvieren. Freiwillige Schutzdienstleistende haben in der Regel mindestens drei Jahre Dienst zu leisten. Ihre Arbeitgeber müssen mit dem freiwilligen Schutzdienst und den entsprechenden Abwesenheiten einverstanden sein.

  • BZG Artikel 15

Dienstanzeige

Bis spätestens Ende Dezember vor jedem Dienstjahr erhält jeder Schutzdienstpflichtige eine Dienstanzeige. Diese dient dem Pflichtigen dazu, seine Dienstleistungen in die persönliche Planung aufzunehmen und dem Arbeitgeber die voraussichtlichen Abwesenheiten mitzuteilen. Sollte zu diesem Zeitpunkt eine Terminverschiebung unumgänglich sein, ist eine Lösung mit der Geschäftsstelle meistens machbar.

Sollten zwischen Dienstanzeige und Erhalt des Aufgebotes z.B. eine Weiterausbildung oder Ferien anstehen, ist vor der Buchung dieser Termine schriftlich eine Dienstverschiebung zu beantragen. Eine Anmeldung zu einer Weiterausbildung oder eine Ferienbuchung berechtigt nämlich nicht automatisch zu einer Kursverschiebung!

Erhält ein aktiver Schutzdienstpflichtiger bis Ende Dezember keine Dienstanzeige, wird er aufgefordert, umgehend die Geschäftsstelle zu Kontaktieren!

Aufgebot

Sechs Wochen vor Kursbeginn erhält der Pflichtige ein Aufgebot. Diesem muss er zwingend Folge leisten.
Das Aufgebot ist bis Kursbeginn aufzubewahren. Es enthält Angaben, wann, wo und mit welcher Ausrüstung einzurücken ist. Daher das Aufgebot immer gut durchlesen.

Dispensation/Dienstverschiebung (Gesuchsformular)

Dispensationsgesuche sind schriftlich (Brief oder E-Mail) unter Beilage von Bestätigungs- und/oder Beweisunterlagen einzureichen (Formular online). Auf telefonische Gesuche wird nicht eingetreten!
Es kommt immer wieder vor, dass Arbeitgeber oder Schutzdienstpflichtige denken, eine Verschiebung sei problemlos möglich. Das ist falsch! Rechtlich besteht kein Anrecht auf eine Dienstverschiebung und nur in wirklich dringenden und nicht vorhersehbaren Fällen kann auf ein solches Gesuch eingetreten werden.

Urlaub (Gesuchsformular)

Auch diese sind vordienstlich schriftlich einzureichen; mit Beilagen versehen. Während des Kurses werden Urlaube nur noch in unvorhersehbaren Fällen gewährt. Es besteht grundsätzlich kein Anrecht auf Urlaub während des Kurses.

Wiederholungskurs (WK)

Für Wiederholungskurse besteht nach Erhalt des Aufgebotes grundsätzlich keine Dienstverschiebungsmöglichkeit mehr. Das Gesetz schreibt vor, dass jeder Schutzdienstpflichtige mindestens 2 WK-Tage pro Jahr absolvieren muss. Da die WK's durch den Kanton kontrolliert werden, müssen diese ausnahmslos besucht werden.

Wehrpflichtersatz

Seit 2004 muss vom 20. bis zum 30. Altersjahr Wehrpflichtersatz bezahlt werden. Diese Abgabe beträgt pro Jahr 3% des steuerbaren Einkommens (min. CHF 400.00). Die Reduktion pro geleisteten Diensttag beträgt 4%.

Auslandaufenthalt

Wenn Sie für längere Zeit (mehr als 1 Monat) ins Ausland verreisen möchten, dann melden Sie dies bitte unserer Geschäftsstelle. Wir tragen Ihren Auslandaufenthalt in unserem System ein und Sie erhalten keine Voranzeigen oder Aufgebote für diesen Zeitraum. Wenn Sie wieder zurück sind, dann melden Sie sich bitte wieder bei uns zurück.

Zu-, Um- und Wegzug (Formular Um- & Wegzug)

Bei einem Zu-, Um- und Wegzug innerhalb unserer Region (Allmendingen b.B., Bäriswil, Bolligen, Ittigen, Krauchthal, Muri b.B., Ostermundigen, Stettlen) bitten wir Sie, uns dies innerhalb von 2 Wochen mitzuteilen und uns umgehend Ihr Dienstbüchlein zuzuschicken.

Grundsatz
Es ist JEDE Mutation der Wohnadresse, Telefonnummer oder E-Mailadresse umgehend der Geschäftsstelle telefonisch, per Mail oder per Brief zu melden.

Rückgabe der Zivilschutzkleidung

Falls Sie aus unserer Region der ZSO Bantiger wegziehen, aus der Dienstpflicht entlassen oder in die Reserve eingeteilt werden, ist die erhaltene Zivilschutzbekleidung innert 2 Wochen bei der Geschäftsstelle der ZSO Bantiger gewaschen und komplett zurückzugeben. Ausserdem bitte das Dienstbüchlein mitnehemen.

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Abkürzungen

AdA

Angehöriger der Armee

AdF

Angehöriger der Feuerwehr

AdZS

Angehöriger des Zivilschutzes

AE

Anlasseinteilung

Ag

Aufgebot

Al

Allmendingen b.B.

AM Gr

Anlagen- & Materialgruppe

Anl

Anlage

AnlW

Anlagewart

AZB

Abteilung für Zivil- & Bevölkerungsschutz des BSM

Bäriswil

BABS

Bundesamt für Bevölkerungsschutz

Betreu

Betreuung / Betreuer

BevS

Bevölkerungsschutz

BK

Betriebskontrolle

Bo

Bolligen

BSA

Bereitstellungsanlage

BSM

Amt für Bevölkerungsschutz, Sport & Militär des Kt Bern

BSV

Bundesamt für Sozialversicherung

BZG

Bundesgesetz über den Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz

EB

Erhöhte Bereitschaft

EEE

Ersteinsatzelement

EO

Erwerbsersatzordnung

EOG

Bundesgesetz über die Erwerbsersatz

EOV

Bundesverordnung über die Erwerbsersatz

EV BZG

Einführungsverordnung zum BZG

EzG

Einsatz zu Gunsten der Gemeinschaft

FGSV

Bundesverordnung über die Funktionen, Grade, und Sold im Zivilschutz

Fhr Ustü

Führungsunterstützung

FI

Fachinspektion

Four

Fourier (Rechnungsführer)

Fw

Feldweibel

Fwehr

Feuerwehr

Fz

Fahrzeug

Gde

Gemeinde

GFO

Gemeinde-Führungsorgan

Gfr

Gefreiter

Grfhr

Gruppenführer

Hptm

Hauptmann

It

Ittigen

JW

Jahreswartung

KBZG

Kantonales Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz

Kdo

Kommando

Kdt

Kommandant

Kdt Stv.

Kommandant-Stellvertreter

KFO

Kantonales Führungsorgan

KG

Kompetenzgruppe

KGS

Kulturgüterschutz

Ko

Koch

KP

Kommandoposten

Kp

Kompanie

Kpl

Korporal

Kr

Krauchthal

Kü C

Küchenchef

Kü Geh

Küchengehilfe

KVK

Kadervorkurs

KZSV

Kantonale Zivilschutzverordnung

Log

Logistik

Lt

Leutnant

Maj

Major

Mat

Material

MatW

Materialwart

Mu

Muri b.B.

Oblt

Oberleutnant

Om

Ostermundigen

OM

Odermatt (Software Zivilschutz)

PAK

Periodische Anlagenkontrolle

Pi

Pionier

PL

Probeläufe

PMK

Periodische Materialkontrolle

Pol

Polizei

PS

Personal Sofort

PSK

Periodische Schutzraumkontrolle

Rf

Rechnungsführer (Fourier)

RFO

Regionales Führungsorgan

Rttg

Rettung

SAB

Sanitarische Austrittsbefragung (bei Entlassung)

San

Sanität

SEB

Sanitarische Eintrittsbefragung (bei Antritt)

Sdt

Soldat

SOMA

Sofortmassnahmen

St

Stettlen

Tn

Teilnehmer

Ukft

Unterkunft

Ustü

Unterstützung

VKFO

Verwaltungskreis-Führungsorgan

Vpfl

Verpflegung

WK

Wiederholungskurs

Wm

Wachtmeister

WPEG

Bundesgesetz über die Wehrpflichtersatzabgabe

WPEV

Bundesverordnung über die Wehrpflichtersatzabgabe

Zfhr

Zugführer

ZS

Zivilschutz

ZSO

Zivilschutzorganisation

ZSV

Bundesverordnung über den Zivilschutz

Zwipf

Zwischenverpflegung

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