DAS PROJEKT
Hintergrund
Ostermundigen wächst und damit steigt auch die Anzahl Schüler:innen stark an. Dafür braucht die Gemeinde nicht nur mehr Schulraum, sondern auch eine neue Dreifachturnhalle. Nur so kann die Kapazität des obligatorischen Schulsportunterrichts abgedeckt werden. Der Grosse Gemeinderat hat bereits im Jahr 2019 die Schulraumplanung genehmigt. Diese sieht vor, dass auf der gemeindeeigenen Parzelle an der Forelstrasse zwischen dem Gemeindewerkhof und den Kletterhallen von O’BLOC wird eine neue Dreifachsporthalle mit Einstellhalle realisiert wird, sie wird auch für Vereinsnutzungen geeignet sein.
Projektablauf
Der Grosse Gemeinderat hat am 23. Juni 2022 den Projektierungskredit für die Sporthalle genehmigt. Daraufhin wurde das Wettbewerbsprogramm erarbeitet und ein offener einstufiger Projektwettbewerb nach SIA 142 gestartet. Dies ist ein für die öffentliche Hand bewährtes Verfahren, um einen konkreten architektonischen Entwurf für die gestellte Aufgabe auszuwählen und damit das Generalplanerteam zu bestimmen. Im Mai 2023 hat sich die Jury für das Projekt "Mary Poppins" der MJ2B Archtekten AG aus Murten entschieden und das Generalplanterteam mit der Weiterbearbeitung beauftragt. Ende 2023 lagen bereits das Vorprojekt und die Kostenschätzung vor. Im Mai 2024 wurde das Bauprojekt abgschlossen und der Kostenvoranschlag erstellt.
Kreditgenehmigung
Auf Basis des Bauprojekts und des Kostenvoranschlags wurde der Antrag für den Ausführungkredit erstellt, welcher vom Grossen Gemeinderat am 5. September 2024 zu Handen der Volksabstimmung genehmigt wurde. Die Stimmbevölkerung hat am 24. November 2024 dem Kredit mit gut 80% Ja-Stimmen zugestimmt.
Projektstand und nächste Schritte
Anfangs 2025 wurde das Baugesuch eingereicht und mit der detaillieten Ausführungsplanung gestartet. Um Zeit zu gewinnen, wurde in einem separaten Verfahren der Abbruch des alten Gebäude beantragt und auch genehmigt. So konnte im Frühsommer 2025 bereits mit den Abbruch- und Vorbereitungsarbeiten begonnen werden.
Das Regierungsstatthalteramt hat am 20. März 2026 die Baubewilligung erteilt, unmittelbar nach deren Rechtskraft wurde im April 2026 mit den Bauarbeiten gebonnen. Mittlerweile sind fast alle Submissionen für die verschiedenen Arbeitsgattungen abgeschlossen und die Unternehmen bestimmt.
Die Arbeiten sind auf Kurs, der Terminplan ist aber sehr sportlich. Läuft alles nach Plan, wird die Sporthalle im August 2027 in Betrieb genommen.
Erste Bilder der Baustelle
Aktuelle Unterlagen
Mai 2023: Wettbewerb ist entschieden!
Per Eingabedatum vom 21. April 2023 wurden 40 Projekte eingereicht. Die Wettbewerbsjury hat alle Projekte eingehend geprüft und hinsichtlich architektonischen, städtebaulichen und betrieblichen Punkten beurteilt. Sechs Projekte blieben in der engeren Wahl, sie wurden von den beigezogenen Fachspezialisten einer vertieften Prüfung unterzogen (Aussenraum, Tragwerk, Nutzungskonzept, Nutzungsqualität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in Bau und Betrieb).
Die Jury hat am 30. Mai 2023 einstimmig das Projekt «Mary Poppins» des Teams unter der Leitung von MJ2B Architekten AG aus Murten mit dem 1. Preis ausgezeichnet und zur Weiterbearbeitung empfohlen.

Das Projekt schlägt ein subtiles Anbauen der neuen Dreifachsporthalle an die Klettersporthallen vor. Volumetrisch wird der Anschluss in deren Traufhöhe von 13m gesucht und als Dachrand der Sporthalle fortgesetzt. Gleichzeitig erlangt die Sporthalle aber Eigenständigkeit dank deren artikulierter Silhouette sowie der Ausformulierung einer zweiseitigen Arkade. Diese strukturiert das Volumen und schafft einen geschickten Übergang zur Kletterhalle in Massstab und Nutzung.
Das Gebäude ist als Holzbau vorgesehen, wird nach Standard Minergie-A-ECO zertifiziert und soll möglichst viel Energie aus Fotovoltaik gewinnen. Zur Wärmeversorgung wird die Anlage an die nahe gelegene Fernwärmezentrale (Holzschnitzel) angeschlossen.
Details zum Verfahren, dem Projekt "Mary Poppins" und den übrigen Wettbewerbseingaben sind im Jurybericht ersichtlich:
Die weiteren rangierten Projekte:
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich bei der Gemeinde Ostermundigen, Abteilung Hochbau, informieren.